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Rethemer Landfrauen informieren sich über Mikroplastik

Vom Plastik auf unseren Tellern

Eingebrannt: Auch ohne Plastikaufkleber lassen sich Obst und Gemüse kennzeichnen. Foto: Landfrauen Rethem
Eingebrannt: Auch ohne Plastikaufkleber lassen sich Obst und Gemüse kennzeichnen. Foto: Landfrauen Rethem
RETHEM - 19. Oktober 2020 - 07:00 UHR - VON REDAKTION

Die erste Veranstaltung des Landfrauenvereins Rethem unter Coronabedingungen fand statt. Zur Erntedankversammlung in der Schützenhalle Stöcken begrüßten die Landfrauen die Referentin Edda Möhlenhof-Schumann von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit ihrem Vortrag: “Wenn die Plastiktüte wieder auf dem Teller landet - Mikroplastik in der Umwelt und im Essen”.

Die Referentin gab Informationen zu Fragen rund um das Thema Mikroplastik. Sie berichtete, dass ein Mensch laut einer kanadischen Studie pro Woche ungefähr fünf Gramm Mikroplastik esse. Möhlenhof-Schumann verdeutlichte, dass man Mikroplastik überall finden könne, man müsse nur lange genug suchen. Es gebe zahlreiche publizierte Studien zu Funden bei Meerestieren, Fischen, Muscheln, Meersalz, Trinkwasser und Mineralwasser.

Faustregel für den Einkauf

Außerdem klärte die Referentin auch über andere Themen rund um Nachhaltigkeit auf, von Mülltrennung bis hin zum Waschen der Kleidung. Sie hielt dazu an, Lebensmittel wertzuschätzen, sie nicht wegzuschmeißen, sondern Reste zu verwerten oder einzufrieren. Möhlenhof-Schumann riet den Landfrauen, ihr Handeln immer wieder neu zu überdenken, beim Einkauf so viel wie möglich zu hinterfragen und auf Plastik zu verzichten. “Wenn sich mehr als fünf Zusatzstoffe, die man nicht kennt oder nicht aussprechen kann in einem Artikel befinden, dann lassen sie ihn lieber im Geschäft”, so die Faustregel der Vortragenden, die den Anwesenden weitere Tipps für den Alltag gab.

Unter anderem berichtete die Referentin auch von der Laserkennzeichnung, dem sogenannten “Natural Branding”, von Obst und Gemüse. Diese Art der Kennzeichnung könne man bedenkenlos mitessen. Die Rethemer Landfrauen konnten sich davon gleich bei der Erntedankversammlung vor Ort überzeugen, denn als kleines Präsent gab es für jede Landfrau: einen Apfel mit eingebranntem Landfrauen-Logo.

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