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Erneut gut besuchte Fortbildungsveranstaltung in Arendsee / Feuerwehrführungskräfte aus dem Heidekreis hören spannende Vorträge

Von Brandschutz im Krankenhaus bis Waldbrandeinsatz

Viele Lernwillige: Das Interesse an der Fortbildung in Arendsee unter den Feuerwehrleuten war erfreulich groß. red
Viele Lernwillige: Das Interesse an der Fortbildung in Arendsee unter den Feuerwehrleuten war erfreulich groß. red
WALSRODE - 23. Januar 2019 - 04:00 UHR - VON REDAKTION

Kreisbrandmeister Thomas Ruß begrüßte 65 Führungskräfte der Heidekreis-Feuerwehren zur Fortbildung in Arendsee (Sachsen-Anhalt). Ruß freute sich über das große Interesse der Führungskräfte sowie das von Landrat Manfred Ostermann und Karsten Mahler, Leiter des Fachbereichs Ordnung beim Heidekreis, die ebenfalls mitgereist waren. Ostermann sprach den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten seinen Dank für die geleistete Arbeit und die große Einsatzbereitschaft aus.

Brandschutzingenieurin Marie Fabisch gab im ersten Vortrag einen Überblick über Brandschutz in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Dabei ging sie auf die Anforderungen aus dem Baurecht und Evakuierungsmöglichkeiten ein. Sie stellte verschiedene Rettungsmittel beziehungsweise -methoden zur Evakuierung von immobilen Menschen vor. Dazu konnte sie auch detaillierte Evakuierungszeiten zur Übersicht zeigen, die sie selbst im Rahmen ihrer Bachelorarbeit erfasst hat.

An einem viel früheren Punkt setze anschließend Katja Wolff an. Die Grundschullehrerin und Kreisstabführerin in der Feuerwehrmusik erläuterte den Anwesenden, wie sich die Brandschutzerziehung von Schülern der 3. und 4. Klasse gestalten lässt. Dabei spannte sie den Bogen vom allgemeinen Lehrplan für Sachkunde bis hin zum Besuch der Grundschulklasse im Feuerwehrhaus. Durch die Brandschutzerziehung lassen sich frühzeitig Brände verhindern und Kinder und Jugendliche für das Ehrenamt Feuerwehr gewinnen.

Detlef Maushake vom Verein Waldbrandteam erklärte in einem weiteren Vortrag die Besonderheiten von Wald- und Flächenbränden und warum sich diese nicht mit den Standardeinsatzmethoden aus den Feuerwehrdienstvorschriften beherrschen lassen. Maushake hat mit seinem Team aus Waldbrandspezialisten schon mehrfach praktische Erfahrung im Ausland gesammelt, unter anderem bei Waldbränden in Spanien, Portugal und den USA.

Am zweiten Fortbildungstag erhielten die Teilnehmer interessante Einblicke in die Arbeit anderer Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Polizeikommissarin Carolin-Sophie Winkelmann und Polizeidirektor Stefan Sengel von der Polizeiinspektion Heidekreis erläuterten das Vorgehen und die Organisation der Polizei im Heidekreis bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen.

Dr. Rolf Erbe, Brandoberamtsrat bei der Berliner Feuerwehr, führte anschließend sehr eindrücklich aus wie sich der Feuerwehreinsatz beim Terroranschlag am Breitscheidplatz entwickelte und welchen besonderen Herausforderungen sich die Rettungskräfte dort stellen mussten.

Zum Abschluss der Vortragsreihe wurde es international. Bernd Fischer, Kreisbrandmeister des Landkreises Nienburg, berichtete von einem besonderen Einsatz seiner Kreisfeuerwehrbereitschaft in Schweden.

Kreisbrandmeister Ruß dankte den Abschnittsleitern Matthias und Richard Meyer für die Ausarbeitung und Vorbereitung der qualitativ hochwertigen Veranstaltung. “Wir werden sie 2021 fortführen”, resümierte Ruß am Ende.

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