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Norbert Haase referiert über Landwirtschaft in Ostpreußen

Von der Kornkammer zur Brachfläche

Informativ und unterhaltsam: Norbert Haase vom Verein Ostseebrücke.sw
Informativ und unterhaltsam: Norbert Haase vom Verein Ostseebrücke.sw
ALTENWAHLINGEN - 12. Januar 2019 - 13:00 UHR - VON SILVIA HERRMANN

Referent Norbert Haase vom Verein Ostseebrücke war ein von vielen erwarteter Gast bei der gemeinsamen Veranstaltung von Land- und Forstwirtschaftlichem Verein Rethem und Landvolk. Der ehemals im Bereich Pflanzenschutz tätige Landwirtschaftsexperte berät als Ruheständler Betriebe vor allem im ehemaligen Ostpreußen und berichtete über die “Landwirtschaft in der Oblast Kaliningrad”.

Das Bild, das er zeichnete, war düster: Bis 1945 noch die Kornkammer Deutschlands, dominieren in dem Teil des heutigen Russlands heute Brachflächen das Bild. Gab es früher noch die großen Güter, hat die kollektive Planwirtschaft der Landwirtschaft zwischen 1945 und 1992 fast den Garaus gemacht. “1992 waren die Betriebe nicht insolvent”, so Haase. “Sie waren richtig pleite.” Auch die Privatisierung, der Anspruch für jeden Bürger auf Land sowie der seit 2017 bestehende Zwang, Ackerflächen binnen drei Jahren zu rekultivieren, hätten keine spürbaren Auswirkungen. Zahlen machten das deutlich: 1990 gab es 416.000 Hektar bewirtschaftete Fläche, 2017 waren es 180.000 Hektar.

Viele Bilder und auch Erfahrungen, etwa an der polnischen Grenze, machten den Vortrag darüber hinaus spannend für die Zuhörer.

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