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Autor Florian Reisewitz erzählt Schülern der BBS Walsrode von seinem Weg in die Goa-Musikszene und den damit verbundenen Drogen-Konsum

“Von Goa nach Walsrode”

red
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WALSRODE - 10. Oktober 2019 - 18:00 UHR - VON REDAKTION

Eine Buchvorstellung oder Lesung ist nicht immer das, was sich Schülerinnen und Schüler im Unterricht wünschen. Die Autobiographie “Von Goa nach Walsrode” von Florian Reisewitz weckte aber bei vielen zukünftigen Erzieherinnen und Erziehern großes Interesse.

Mit dem Buch beschreibt Reisewitz seinen Weg in die Goa-Musikszene sowie seinen eigenen damaligen Drogenkonsum und seine Erkrankung an einer schizo-affektiven Psychose. Die Aufklärung über psychische Erkrankungen gaben Reisewitz den Hauptantrieb zur Entstehung des Buches. Entstigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie das Signal “Du bist nicht allein” für Betroffene seien ihm darüber hinaus wichtig, so Reisewitz.

Aufgeteilt in mehrere Abschnitte beschrieb der Autor im Kapitel “Volle Fahrt nach Goa” seinen Weg in die Goa-Musikszene und seine “Wochenendweltflucht”, wie er es nennt, in eine andere Welt. Er umschreibt seinen steigenden Konsum von verschiedenen Drogen, die irgendwann bei Partys und Festivals dazugehörten. Reisewitz beschreibt in weiteren Abschnitten seine Erkrankung an einer schizo-affektiven Psychose und umschreibt das Erleben des ersten psychotischen Schubs und wie Angehörige und Freunde damit umgingen.

Mit hoher Sensibilität und Interesse richteten die Schüler Fragen an den Autor, die Reisewitz offen und ehrlich beantwortete. Auch die Frage, wie er seinen Drogenkonsum insbesondere nach dem Ausbruch der Erkrankung rückblickend bewertet, beantwortet er sehr ehrlich und offen: “Das war dumm. Punkt.” Reisewitz macht jedoch auch deutlich, dass die Erkrankung auch ohne den Drogenkonsum hätte ausbrechen können und verwies dabei auf eine erneute Erkrankung während seines Studiums. Zu diesem Zeitpunkt hatte er viele Jahre keine Drogen mehr konsumiert, weshalb seine Ärzte nach diesem erneuten Schub davon ausgingen, dass er eine Disposition für die Erkrankung habe. Sehr ausdauernd und umsichtig klärte Florian Reisewitz alle Fragen mit den Schüler und nahm sich auch hinterher noch Zeit für Gespräche.

Für die zukünftigen Erzieherinnen und Erzieher ist die Auseinandersetzung mit den Themenbereichen Drogenkonsum, Sucht sowie psychische Erkrankungen im Jugendalter notwendig, da sie in ihren Arbeitsfeldern damit konfrontiert werden können. Auf der anderen Seite befinden sich die meisten Schülerinnen und Schüler selbst noch im Jugendalter, weshalb die Veranstaltung auch einen präventiven Charakter in Bezug auf den Konsum von Drogen verfolgte. Wer Interesse an einer Ausbildung in einem Sozialen Beruf hat, findet Infos unter www.BBS-Walsrode.de oder kann Kontakt zu Claudia Baden unter (05161) 6060 aufnehmen.

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