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WZ-Auslandstagebuch: Alina Klug erlebt gerade Wetterturbulenzen in Neuseeland - und freut sich übers erste Auto

Von Sonnenbrand bis Dauerregen

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BAD FALLINGBOSTEL - 17. Dezember 2019 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Mein Start in Neuseeland - Nelson (im Norden der Südinsel) - verlief relativ einfach. Durch die Organisation “Auszeit Neuseeland” hatte ich direkt jemanden, der mich vom Flughafen abholte, und eine Unterkunft. Die ersten Tage verliefen eher ruhig, ich hab schon einige Bekanntschaften gemacht - und auch gleich die Sonnenstärke hier unten unterschätzt, dass heißt: Ich hatte direkt einen Sonnenbrand.

Nelson habe ich dann relativ schnell hinter mir gelassen und bin mit dem Intercity (wie Flixbus in Deutschland) weiter auf Reisen in Richtung Süden gegangen. Nächster Stopp war Franz Josef, dort habe ich alle möglichen Wanderungen, auch zum “Franz Josef Glacier”, gemacht - insgesamt bin ich in zwei Tagen an die 42 Kilometer gelaufen. Auch die bekannten Hot Pools habe ich besucht, die nach den Wanderungen auch mehr als entspannend waren.

Dann ging es nach Fox, dort wollte ich auch den Gletscher erwandern, jedoch habe ich erst dort erfahren, dass das aufgrund des starken Regens vor zwei Monaten derzeit nicht möglich ist. Am 5. November ging es daher weiter nach Wanaka. Hier habe ich zuallererst auch wieder Wanderungen unternommen, den Isthmus Peak: Es ging vier Stunden einfach nur steil bergauf und ich habe 1300 Höhenmeter dabei zurückgelegt. Auch hier bin ich in zwei Tagen stolze 47 Kilometer gelaufen. Ja und dann hat es mir irgendwie so gut in Wanaka gefallen, dass ich mir einen Job gesucht habe, eine Wohnung - und mein allererstes Auto gekauft habe, einen Holden Astra, auch bekannt als Opel Astra. Jetzt arbeite ich fünf Tage in der Woche acht Stunden lang im Supermarkt. Nicht wirklich Backpackerarbeit, aber super, um mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen und sein Englisch aufzubessern.

Am “Wochenende” unternehme ich meistens etwas, gehe wandern, fahre nach Queenstown, zum Mount Cook oder, oder, oder. Hier gibt es viele Möglichkeiten. Auch dabei wird viel gewandert, bis ich an meine Grenze komme, so wie bei einem “Wanderweg” am Mount Cook. Über 2000 Treppenstufen, die so steil waren, dass man Angst hatte den ganzen Berg wieder runterzufallen. Oben angekommen habe ich dann eine kleine Schneeballschlacht bei gefühlten 20 Grad gemacht.

Im Moment spielt aber das Wetter nicht so wirklich mit. In Wanaka ist die Innenstadt überflutet, was seit 1999 nicht mehr vorgekommen ist. Hier regnet es seit über einem Monat ununterbrochen, und das lässt den See ordentlich wachsen. Auf den Bergen ist es so kalt, dass Neuschnee fällt - vielleicht werde ich hier endlich weiße Weihnachten erleben. Viele Straßen sind gesperrt, für einen Tag waren wir sogar abgeschnitten vom Rest Neuseelands, da eine wichtige Zufahrtsstraße nicht mehr befahrbar war. Das hieß: Wenig Arbeit im Supermarkt, da keine neuen Produkte geliefert werden konnten, und auch an der Kasse war nichts los. Aber es ist Besserung in Sicht.

Auch der Vulkanausbruch beschäftigt die Neuseeländer, über den sogar in den deutschen Medien berichtet wurde. Schon ein komisches Gefühl, wenn man indirekt jetzt auch von solchen Naturereignissen betroffen ist.

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