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SoVD setzt sich für eine verbesserte Terminvergabe ein, um Wartezeiten für die Frauen zu vermeiden

Vor dem “Mammobil” Schlange stehen

Stillstand: Der SoVD kritisiert, dass die Frauen oft bis zu 45 Minuten und länger draußen abwarten müssen - bei Regen und Sturm womöglich.Foto: Müller
Stillstand: Der SoVD kritisiert, dass die Frauen oft bis zu 45 Minuten und länger draußen abwarten müssen - bei Regen und Sturm womöglich.Foto: Müller
SCHNEVERDINGEN - 14. Mai 2021 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Christa Jantzen ist nicht nur zweite Vorsitzende des SoVD Heidekreis, sondern stets im Alltag für Probleme der Mitglieder ansprechbar. So kam eine Angelegenheit auf den Tisch, die sicher nicht nur in Schneverdingen passiert ist: Immer wieder kommt das sogenannte “Mammobil” zum Brustkrebs-Screening in die Stadt. Frauen, die vorher geschrieben und einen Termin vereinbart haben, können sich dann in dem Bus untersuchen lassen. Corona hat aber auch dabei Probleme gemacht: In dem engen Aufenthaltsraum des Mobils kann nur noch eine Person warten - und so mussten die restlichen Frauen draußen stehen, mehr als 45 Minuten lang und zum Teil bei strömenden Regen, bei Hagel und Kälte, denn die Termine sind zeitlich so eng getaktet, dass mehrere Frauen zeitgleich in der Schlange stehen. An einigen Standorten sollen zwar Regenschirme ausgegeben worden sein, aber meistens hätten die Frauen ungeschützt draußen warten müssen, so Christa Jantzen.

Christa Jantzen hat einen Brief an die beiden hauptverantwortlichen Ärzte in Lüneburg und Celle geschrieben und hat das Gesundheitsamt informiert. “Was erst einmal nicht kam, war eine Antwort”, sagt sie. Erst als Jantzen deutlicher wurde in der Ansprache und den SoVD einschaltete, geriet Bewegung in die Geschichte. Post aus Bremen erreichte sie zwar, dennoch gab es aber keine Veränderung, sodass sich auch der SoVD-Kreisvorsitzende Jürgen Hestermann und Kreisfrauensprecherin Annette Krämer vor Ort ein Bild machten. Bis zu acht Damen standen vor dem Mobil, auch als der Nachmittagsregen einsetzte. Für Rollstuhlfahrerinnen wie Krämer selbst ist das Mobil nicht geeingent.

Schließlich kam dann die Antwort des verantwortlichen Arztes aus Lüneburg, der schrieb, dass man die Bedenken der Schneverdinger durchaus ernst nehme. Er wies auf die Hygienebedingungen in Corona-Zeiten hin, an die man sich auf jeden Fall zu halten habe. Trotzdem habe man das Screening in enger Absprache mit den Behörden wieder aufgenommen. Die Einladung für die betroffenen Frauen erfolge zentral durch die Gesundheitsbehörde Bremen, die Termine würden dort festgelegt. Das Team vor Ort habe darauf keinen Einfluss. Man könne daher die Planung nicht kurzfristig umstellen. Für den Standort Schneverdingen wäre eine kurzfristige Veränderung leider nicht mehr möglich. Da Handlungsbedarf erkannt worden sei, werde man überlegen, wie man eine möglichst einvernehmliche Lösung finden könne. Christa Jantzen und der SoVD wollen am Ball bleiben.

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