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Kultusminister Grant Hendrik Tonne überreicht persönlich den Preis: “Berufliche Bildung - klischeefrei”

Vorbildlich: 1000 Euro für die BBS Soltau

Urkunde: Ina Müller-Jarisch, Abteilungsleiterin Berufliche Gymnasien, Annette Ruelius-Mangold, Beauftragte für EU-Programme, Kultusminister Grant Hendrik Tonne und Schulleiterin Gaby Tinnemeier freuen sich über die Auszeichnung. Foto: BBS
Urkunde: Ina Müller-Jarisch, Abteilungsleiterin Berufliche Gymnasien, Annette Ruelius-Mangold, Beauftragte für EU-Programme, Kultusminister Grant Hendrik Tonne und Schulleiterin Gaby Tinnemeier freuen sich über die Auszeichnung. Foto: BBS
SOLTAU - 01. Oktober 2020 - 19:00 UHR - VON REDAKTION

Im Rahmen des Programms “Brücke in Ausbildung” besuchte Kultusminister Grant Hendrik Tonne die BBS Soltau, um sich dort näher über die bestehenden Beratungsstrukturen zu informieren. Gleichzeitig holte er die durch die Corona-Pandemie verschobene, Preisverleihung “Berufliche Bildung - klischeefrei” nach. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert und wird jährlich an vier Berufsbildende Schulen in Niedersachsen vergeben. Diese Anerkennung entstand aus einer bundesweiten Kampagne zur Würdigung des Engagements von Berufsbildenden Schule, insbesondere für geschlechtersensible Ausbildung und der damit einhergehenden Erarbeitung von pädagogischen Konzepten.

In allen Berufen würden die Perspektiven beider Geschlechter benötigt. Gemischte Teams arbeiteten verschiedenen Studien zufolge kreativer und effizienter als reine Männer- oder Frauenteams. Das Ziel seien selbstbewusste, engagierte, kritisch hinterfragende junge Menschen, die sich frei entfalten und eine selbstbestimmte und reflektierte Berufswahlentscheidung treffen können. Deswegen seien klischeefreie Bildung, aber auch klischeefreie berufliche Orientierung und berufliche Bildung besonders wichtig, so Tonne.

Gewinnung von beruflichen Vorbildern wichtig

Die BBS Soltau haben den Weg über ihr Engagement als Europaschule gewählt, um gemeinsam mit ihren Partnern im Ausland Lösungen zu erarbeiten und Lehrerinnen und Ausbilderinnen in den sogenannten MINT Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) als Vorbilder zu gewinnen. Der Schwerpunkt bei der Arbeit liegt in der Erstellung eines Konzeptes der Vorbildfunktion in diesen Bereichen von weiblichen Ausbildungs- und Lehrpersonal. Generell ist das Modell der Vorbildfunktion, der sogenannten “role models”, auch umgekehrt für “untypische” Männerberufe denkbar.

Die BBS Soltau arbeiten dabei eng mit beruflichen Schulen aus fünf weiteren europäischen Ländern zusammen (Belgien, Finnland, Italien, Island, Niederlande). Jede Schule richtet ein zweitägiges Treffen aus, um von Fachleuten aus der Arbeitswelt und Schulen beziehungsweise Hochschulen über aktuelle länderspezifische Maßnahmen, Projekte und Best-Practice-Beispiele zu berichten. Am Ende bewerten die Teilnehmer die vorgestellten Instrumente bezüglich ihrer Übertragbarkeit auf das eigene Land.

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