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Ver.di ehrt zahlreiche Jubilare / Ewald Brunnmeier organisierte 1953 einen Malerstreik / Gesichtlicher Rückblick

Vorsitzender Hermann Reinecke ist selbst Jubilar

Die Geehrten bei der Jubilarehrung des Verdi-Ortsvereins Heidekreis.red
Die Geehrten bei der Jubilarehrung des Verdi-Ortsvereins Heidekreis.red
WALSRODE - 01. Februar 2019 - 13:44 UHR - VON ROLF HILLMANN

Sehr viele langjährig engagierte Mitglieder ehrte der Ver.di-Ortsverein Heidekreis. In seiner Begrüßung wurde Vorsitzender Hermann Reinecke grundsätzlich: “Was wären Gewerkschaften ohne Euch, sie werden nicht wirklich wahrgenommen, was wäre unser Land ohne Gewerkschaften - wir wären ärmer, materiell und ärmer an Gemeinsinn und Engagement. Gesetze zu Betriebsverfassung, Mitbestimmung und Personalvertretung sind zum festen Bestandteil unserer Sozialordnung geworden. Arbeit in Gewerkschaft und Betriebsrat ist gelebte Demokratie, die Dinge selbst in die Hand nehmen, das Wort erheben, Arbeitsbedingungen verbessern und für gerechte Löhne und Gehälter kämpfen.”

Von Ewald Brunnmeier war zu erfahren, wie er 1953 als 17-Jähriger den Malerstreik in Walsrode organisierte, auf die “Schwarze Liste” der Unternehmer kam und im internationalen Gewerkschaftsaustausch einen Job in der Schweiz bekam. In seiner Laudatio auf den neuen Ortsvereinsvorsitzenden Hermann Reinecke betonte Charly Braun dessen besonders soziales Engagement als Betriebsvertreter der britischen Zivilbeschäftigten.

Festrednerin Steffi Reich vom Ver.di-Bezirk Hannover-Heide-Weser verwies auf angenehme und stürmische Zeiten. 1948 folgte auf die Verteuerung durch die Währungsreform der Generalstreik von zehn Millionen Menschen für Preiskontrollen und Mitbestimmung. 1953 wurde gegen den Widerstand der Gewerkschaften die Wiederbewaffnung Deutschlands beschlossen. In 24 Stunden erstreikten 1958 über 200.000 Kommunalarbeiter einen um 14 Pfennig höheren Ecklohn.

Der dreiwöchige Arbeitskampf 1978 in der Druckindustrie brachte einen Rationalisierungsschutz-Tarifvertrag bei Einführung rechnergesteuerter Textsysteme. 1993 erklärte das Bundesverfassungsgericht den Streikbrechereinsatz von Beamten für verfassungswidrig.

Das Antiterrorgesetz von 1978 erinnerte Steffi Reich an den derzeitigen SPD-CDU-Plan für ein neues Polizeigesetz. Sie kritisierte: “Dieses Gesetz unterläuft die Gewaltenteilung und gibt der Polizei Aufgaben und Rechte, die nur Richter haben dürfen”.

Aus dem Südkreis wurden geehrt für 70 Jahre: Helmut Peter. Für 65 Jahre: Ewald Brunnmeier, Karl-Heinz Höft, Karl-Heinz Dübrock. Für 60 Jahre: Gerd Freudenthal, Hannelore Grossmann, Wilhelm Schultz, Gisa Ortlepp

Für 50 Jahre: Friedhelm Bruns, Dieter Kuhlmann, Klaus Facius, Uwe Meier.

Für 40 Jahre: Gerti Potschien, Hermann Reinecke, Cornelia Riedel, Hermann Riekers, Katrin Rosenmeier, Birgit Symansky, Ute Tassi-Kelm, Christine Geske, Eckhard Homann, Armin Kunkel, Klaus-Dieter Liedtke, Angela Neumann, Wigand Nowotny, Sonja Pohlman, Horst Kühn, Rudi Kühnemann,

Für 25 Jahre: Sabine Bostel, André Czaplinski, Gabi Dageförde, Kerstin Gensleitner, Dunja Glaser, Kathrin Holland-Krenz, Hannelore Jensen, Katrin Joritz, Ingrid Mangels, Neigel Keith Moore, Renate Nommensen, Liane Nork, Ingrid Oldenburg, Bernd Ostermann, Annette Prybylski, Helge Riemann, Anja Sachs, Renate Scherer, Brunhilde Scholz, Anke Schütze, Siegfried Stern, Jörg Suckert, Edith Vogel, Andrea Voss, Achim Worthmann, Franz-Josef Gansen, Richard Rosner, Guntram Rösner,

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