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Altenpflegeschüler der BBS Soltau besuchen Palliativstation des Heidekreis-Klinikums Walsrode / Ergänzung zu Unterricht

Waffeln backen und seelisch aufmuntern

Besuch im Heidekreis-Klinikum: Die Altenpflegeschülerinnen und Schüler der BBS Soltau zusammen mit Dr. med. Roland Heitmann, Leitender Arzt der Palliativstation (links), Stationsleitung Marleen Kohn (rechts) und Katrin Handschack (stellvertretende Stationsleiterin, dritte von rechts).red
Besuch im Heidekreis-Klinikum: Die Altenpflegeschülerinnen und Schüler der BBS Soltau zusammen mit Dr. med. Roland Heitmann, Leitender Arzt der Palliativstation (links), Stationsleitung Marleen Kohn (rechts) und Katrin Handschack (stellvertretende Stationsleiterin, dritte von rechts).red
WALSRODE - 02. Januar 2019 - 18:00 UHR - VON MANFRED EICKHOLT

Anfang Dezember bekam die Palliativstation des Heidekreis-Klinikums Walsrode Besuch von den Altenpflegeschülerinnen und Schülern der Berufsbildenden Schulen Soltau. Stationsleiterin Marleen Kohn begrüßte die Gäste, führte sie in Kleingruppen über die Station und erklärte dabei den Tagesablauf und die Besonderheiten der Palliativstation.

Die Schüler waren beeindruckt davon, dass den Palliativpatienten kein Wunsch verwehrt bleibt, solange der Gesundheitszustand es zulässt. So haben die Patienten zum Beispiel einen eigenen Kühlschrank im gemeinschaftlichen Aufenthaltsraum, in dem sich auch eine kleine Kochnische befindet. “Ab und zu backen wir hier Waffeln oder wärmen die Lieblingssuppe auf, die Angehörige für ihre Liebsten mitgebracht haben”, erklärte Marleen Kohn. “Auch die Mitarbeiter unserer Küche sind sehr flexibel und erfüllen unseren Patienten so gut wie jeden Wunsch”, fuhr die Stationsleitung fort.

Auf der Station, auf der bis zu acht Patienten Platz finden, sind drei examinierte Pflegefachkräfte im Frühdienst eingesetzt, zwei im Spätdienst und einer im Nachtdienst. “Das ist eine wirklich gute Besetzung”, ergänzt eine der Schülerinnen.

Grund des Besuches war der kürzlich durchgenommene Unterrichtsinhalt. Die Schüler beschäftigten sich intensiv mit den Themen Tod und Trauerbewältigung. Damit ist das Team der Palliativstation regelmäßig konfrontiert. “Oft haben Angehörige viele Fragen und Gesprächsbedarf, deshalb wird auf dieser Station ein multiprofessionelles Team eingesetzt, welches die Angehörigen und die Patienten umfangreich betreut”, erklärte Marleen Kohn. “So gibt es unter anderem zwei Psychologinnen und eine Seelsorgerin, die immer ein offenes Ohr haben.” Zudem besteht das Team aus Palliativmedizinern, Fachpflegekräften mit der Palliative Care Weiterbildung, Physiotherapeuten, Sozialarbeitern und einer Musiktherapeutin.

Im Anschluss an die Führung hatten die Schüler die Möglichkeit, Fragen an Dr. med. Roland Heitmann, Leitender Arzt der Palliativstation, zu stellen.

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