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Der Heidekreis informiert: Es folgen Kontaktermittlung durch das Gesundheitsamt und sofortige Quarantäne-Anordnung

Was tun bei einem positiven Schnell- oder Selbsttest?

Eine Möglichkeit, sich testen zu lassen, sind Schnelltestzentren, wie hier das der Johanniter an der Aller-Meiße-Halle in Hodenhagen: Eine andere Möglichkeit bieten Selbsttests. Foto: Meyland
Eine Möglichkeit, sich testen zu lassen, sind Schnelltestzentren, wie hier das der Johanniter an der Aller-Meiße-Halle in Hodenhagen: Eine andere Möglichkeit bieten Selbsttests. Foto: Meyland
WALSRODE - 11. April 2021 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Einmal wöchentlich kann jeder einen kostenlosen Corona-Schnelltest absolvieren. Was tun, wenn das Ergebnis positiv ist? Der Heidekreis erläutert, wie es dann weitergeht.

Seit 8. März besteht für die gesamte Bevölkerung die Möglichkeit, pro Woche einen kostenlosen Schnelltest in Anspruch zu nehmen. Die “Schnellteststellen” im Heidekreis werden beinahe wöchentlich erweitert. Eine fortlaufend aktualisierte Übersicht gibt es hier. Bei fast allen “Schnellteststellen” ist eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich. Ein Ausweisdokument wie ein Personalausweis zur Identifizierung muss immer vorgelegt werden.

Appell: Einmal wöchentlich das Angebot nutzen

Landrat Manfred Ostermann bittet alle Bürgerinnen und Bürger, dieses Angebot zu nutzen, um infizierte Personen zeitnah festzustellen und dadurch eine weitere Ansteckungsgefahr zu reduzieren. “Schnellteststellen” bieten PoC-Antigen-Schnelltests an. Diese haben ihren Namen, weil das Ergebnis schnell vorliegt. Sie werden durch geschultes Personal vorgenommen. Dafür wird ähnlich wie beim PCR-Test (Labortest) ein Nasen- und/oder Rachenabstrich gemacht. Die Auswertung erfolgt im Gegensatz zu den PCR-Tests aber direkt vor Ort. Selbsttests für zu Hause können in Geschäften, Apotheken oder im Internet gekauft werden. Sie heißen so, weil diese Tests jeder selbst machen kann. Die Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. Dafür muss die Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. Der Test kann zum Beispiel mit einem Nasenabstrich oder mit Speichel erfolgen.

Positiv: Wie geht es weiter?

Doch wie verhalte ich mich bei einem positiven Testergebnis? Muss ich das dann dem Gesundheitsamt melden? Und besteht dann Quarantänepflicht? Wichtig ist, sich umgehend abzusondern, also nach Hause zu gehen und Kontakte einzustellen. Um sicher zu sein, dass das Ergebnis des Schnell- oder Selbsttests richtig ist, muss ein PCR-Test vorgenommen werden. PCR-Tests sind der “Goldstandard” unter den Corona-Tests. Die Probenentnahme erfolgt durch medizinisches Personal - die Auswertung durch Labore. Dafür sollte die Hausärztin oder der Hausarzt oder die Rufnummer 116117 kontaktiert werden, um einen Termin zu vereinbaren.

Bis zum Beweis des Gegenteils sei von einer möglichen Corona-Erkrankung mit Ansteckungsfähigkeit auszugehen. Also: In der Öffentlichkeit Abstand halten und eine sogenannte FFP-2-Maske tragen. Diese Maske filtere 94 Prozent oder mehr der Schadstoffe und Aerosole, so der Heidekreis.

Ein positiver PoC-Antigen-Schnelltest ist meldepflichtig. Das geschulte Personal, welches den Test vorgenommen hat, muss deshalb das Gesundheitsamt des Heidekreises darüber informieren. Das erfolgt über das Bürgerportal, Suchwort “Corona”. Zudem löst ein positiver PoC-Antigen-Schnelltest eine Kontaktermittlung durch das Gesundheitsamt aus, und eine Quarantäne wird ausgesprochen. Sollte der PCR-Test negativ ausfallen, wird die Quarantäne für die Betroffenen aufgehoben.

Personen, bei denen der Selbsttest positiv ausgefallen ist, informieren das Gesundheitsamt vorrangig unter (05162) 9709110. Alternativ ist eine E-Mail an corona@heidekreis.de möglich. Eine Quarantäneanordnung durch das Gesundheitsamt gibt es hier noch nicht.

Wo gibt es den “Gelben Schein”?

Einen sogenannten “Gelben Schein” stellt das Gesundheitsamt bei einer angeordneten Quarantäne nicht aus. Eine Ärztin oder ein Arzt darf bei Krankheitssymptomen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausfertigen. Mit dieser kann sich dann die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer beim Arbeitgeber krankmelden. Ist die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer jedoch symptomfrei, darf keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt werden, selbst wenn die Patientin/der Patient positiv auf Corona getestet wurde. Dann ist die Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber über die Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz gesichert. Der behördliche Bescheid über die Anordnung der Quarantäne ist dann beim Arbeitgeber einzureichen.

Wenn PoC-Antigen-Schnelltest oder Selbsttest negativ ausfallen, hat man mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Corona. Hundertprozentige Sicherheit bieten diese Tests aber nicht. Das bedeutet: Weiter die AHA+L-Regeln befolgen und bei Unsicherheit ebenfalls einen PCR-Test vornehmen lassen.

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