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NABU lädt ein zum vorbereitenden Spaziergang zur “Stunde der Gartenvögel” nach Eickeloh ein

Welche Vögel sind noch da?

Ein immer seltenerer Gast: Der Haussperling. NABU
Ein immer seltenerer Gast: Der Haussperling. NABU
EICKELOH - 30. April 2018 - 14:30 UHR - VON JENS REINBOLD

Unter dem Motto “Vom Vatertag bis zum Muttertag Vögel zählen” ruft der Naturschutzbund Deutschland (NABU) Naturfreunde dazu auf, sich am zweiten Mai-Wochenende an der “Stunde der Gartenvögel” zu beteiligen und Vögel in Gärten und Parks, auf Balkonen und Friedhöfen zu notieren und zu melden.

Als Vorbereitung auf die bundesweite Aktion, an der sich alljährlich mehr als 60.000 Menschen beteiligen, bietet der NABU Heidekreis am Sonntag, 6. Mai, einen kostenlosen Morgenspaziergang am Orts- und Waldrand von Eickeloh an. Von 6 bis 8 Uhr haben kleine und große Vogelfans die Gelegenheit, ihre ornithologischen Kenntnisse unter der Leitung von Klaus Thiele aufzufrischen und die Unterscheidung ähnlicher Arten zu üben. Treffpunkt ist die Kreuzkirche an der Landesstraße in Eickeloh, Auskünfte erteilt Klaus Thiele unter (05164) 1435.

Im Mittelpunkt der Frühjahrszählung stehen Vogelarten, deren Namen Kinder bereits mit dem Volkslied “Alle Vögel sind schon da” von Heinrich Hoffmann von Fallersleben lernen: Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganze Vogelschar. Doch selbst diese Arten sind nicht mehr so häufig in den Siedlungen anzutreffen wie zu Zeiten des Dichters. So ist beispielsweise der Bestand an Staren innerhalb von zwölf Jahren um 2,6 Millionen Brutpaare zurückgegangen, im selben Zeitraum gingen in Deutschland 1,2 Millionen Haussperlingspaare verloren. Auch die Bestände an Amseln, Grünfinken und Hausrotschwänzen nehmen kontinuierlich ab.

Während der ungebremste Artenschwund unter den Vögeln der Kulturlandschaft vor allem auf intensive Bewirtschaftungsformen zurückzuführen ist, werden die Lebensräume innerhalb von Siedlungen zunehmend durch Verdichtung und Versiegelung zerstört. Zubetonierte Brachen und Freiflächen, pflegeleichte Grünanlagen und Straßenränder und nicht zuletzt sterile “Steingärten” führen zu einem Mangel an Brutmöglichkeiten und Nahrungsquellen, der mit einem schleichenden Verlust an Gartenvögeln einhergeht. Um diesen Trends durch langjährige, repräsentative Datenreihen auf die Spur zu kommen und geeignete Maßnahmen für eine naturfreundliche Gartengestaltung entwickeln zu können, ist der NABU auf die Mithilfe freiwilliger Vogelzähler angewiesen.

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