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Weltfilmclub präsentiert “Je suis Karl”

Foto: Weltfilmclub
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WALSRODE - 17. April 2022 - 10:00 UHR - VON REDAKTION

Alex und Ines leben mit ihren Kindern in Berlin. Sie wollen nicht länger einfach zusehen, engagieren sich für Flüchtlinge, setzen ein Zeichen für Menschlichkeit. Ein Anschlag zerreißt die Alltagsroutine und hinterlässt eine Realität in Trümmern. Die Hauptstadt ist in Schockstarre, der Boulevard benennt schnell die Schuldigen: Islamisten. Während Alex traumatisiert in Erinnerungen verharrt, sucht seine 20-jährige Tochter Maxi traurig und verunsichert nach Antworten. Als Reporter sie wegen eines Interviews bedrängen, trifft sie auf Karl, der ihr hilft und sie beschützt. Karl ist jung, smart und hat Antworten. Er lädt Maxi zu einem Treffen europäischer Studenten nach Prag ein. Sie ist zunächst skeptisch, fährt dann aber dennoch mit. Sie erwarten dort viele freundliche, junge Menschen, die in Kolloquien, Seminaren, Podiumsdiskussionen, aber auch mit künstlerischen Auftritten und Konzerten nach Wegen aus der Katastrophe suchen. Sie wollen die Gesellschaft mitgestalten, Europa verändern. Karl, der dieses Event organisiert hat, ist einer der führenden Köpfe der Bewegung, der mit flammenden Reden die Zuhörer in seinen Bann zieht. Während man sich auf dem Kongress in der Öffentlichkeit verständnisvoll und basisdemokratisch gibt, entwickelt Karl im Hinterzimmer mit seinen Verbündeten Pläne, wie die Massen europaweit für eine Revolution mobilisiert werden können. Und Maxi spielt in seinen Plänen eine Hauptrolle.

Regisseur Christian Schwochow präsentiert mit “Je suis Karl” eine Radikalisierungsgeschichte, er erzählt von der Verführung nach einem Verlust, von Schmerz und der Gefahr, die Verwerfungen im Denken und Handeln radikaler Menschen zu spät zu erkennen. Der Weltfilmclub präsentiert den Film am Dienstag ab 20.15 Uhr im Capitol Walsrode.

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