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Kirchenkreis Walsrode bietet neues Format an / Teilnehmer können sich auch per Telefon zuschalten

Wieder ins Gespräch kommen - auf Corona-konforme Art

Ob mit dem normalen Festnetztelefon, dem Smartphone oder dem Computer: Der Kirchentreff ist für alle Interessierten offen, jeder kann sich einwählen. Foto: congerdesign/pixabay
Ob mit dem normalen Festnetztelefon, dem Smartphone oder dem Computer: Der Kirchentreff ist für alle Interessierten offen, jeder kann sich einwählen. Foto: congerdesign/pixabay
WALSRODE - 25. November 2020 - 06:00 UHR - VON JOHANNA SCHEELE

Um Einsamkeit in Corona-Zeiten zu minimieren, hat sich der Kirchenkreis etwas Neues einfallen lassen: beim Kirchentreff kann sich jeder ganz einfach einwählen, nur zuhören oder sich auch mit dem Gegenüber in der Leitung austauschen.

Wenn alles aufgeräumt, jedes Buch gelesen und das Fernsehprogramm auch nichts Gutes hergibt, kommen sie angekrochen: die Einsamkeit und der Wunsch nach Gesprächen und Begegnungen. “Wir haben einfach gemerkt, dass die Menschen das Bedürfnis haben, ins Gespräch zu kommen”, erklärt der Superintendent des Kirchenkreises Walsrode, Ottomar Fricke.

Um dem entgegenzuwirken, hat sich der Kirchenkreis eine neue Aktion ausgedacht: den Kirchentreff. Wer ein paar Worte wechseln möchte, oder von den eigenen Sorgen und Gedanken berichten möchte, findet dort jemanden, der zuhört und Mut macht. Das Projekt heißt zwar Kirchentreff, findet aber nicht im Gotteshaus, sondern online statt. Jeder kann es sich zu Hause gemütlich machen und sich per Telefon oder Computer zuschalten. “Wir haben schon einige Angebote entwickelt, die allerdings nur konsumiert werden können. Die Personen können nichts dazu sagen oder direkt beitragen”, als Beispiel nennt Fricke die kurzen Andachten, die bei Youtube und in der Walsroder Zeitung veröffentlicht werden. Beim Kirchentreff soll der Austausch nun im Vordergrund stehen.

Gespräche an zwei Tagen in der Woche

Mittwochs von 16 bis 17.30 Uhr und donnerstags von 10 bis 11.30 Uhr findet das Treffen statt. Es beginnt mit einer kurzen Andacht. Die Leitung übernimmt jeweils ein Pastor oder Diakon aus dem Kirchenkreis Walsrode. Beendet wird jedes virtuelle oder telefonische Treffen mit dem Vaterunser und einem Segen. Am Mittwoch, 25. November, und am Donnerstag, 26. November, übernehmen Diakonin Margrit Liedtke und Superintendent Ottomar Fricke die Leitung.

Wer gern teilnehmen möchte, aber sich sorgt, ob mit der Technik alles funktionieren wird, kann auf die Hilfe der Superintendentur setzen. Unter (05161) 989710 oder per E-Mail an sup.walsrode@evlka.de können Probleme mitgeteilt werden. Dort wird dann versucht, eine Lösung zu finden.

Wer mit dem Telefon teilnehmen möchte, wählt 069/ 71049922. Das läuft über den normalen Telefontarif. Die Teilnehmer werden dann aufgefordert, die Sitzungs-ID und ein Rautezeichen einzugeben: 2966405161#. Um dann am Gespräch teilnehmen zu können, ist noch einmal das Drücken der Raute-Taste notwendig. Damit der Teilnehmer von den anderen gehört wird, müssen die Stern-Taste und die sechs auf dem Telefon gedrückt werden.

Projekt läuft so lange, wie es einen Bedarf gibt

Mit Smartphone, Tablet oder Computer können sich Teilnehmer auch mit Video dazu schalten. Am einfachsten ist es, wenn die Teilnehmer vorher per E-Mail an sup.walsrode@evlka.de schreiben und die Zugangsdaten für die Teilnahme anfordern. In der Antwort muss dann nur noch auf den blau eingefärbten Link gedrückt werden.

Das Projekt soll nun so lange laufen, wie ein Bedarf da ist. Fricke kann sich auch vorstellen, das Projekt weiterzuentwickeln. Themenschwerpunkte wären möglich. Oder eine Sozialarbeiterin könnte sich dazu schalten und konkrete Fragen in einer offenen Sprechstunde beantworten.

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