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Düshorner Helfer verwandeln verwilderte Landschaft in ein Paradies für Bienen und Schmetterlinge

Wildblumenwiese als Beitrag zur Umwelt

Alles ist bereit: Die schmetterlings- und bienenfreundliche Saatmischung wird in den nächsten Tagen in die Erde gebracht, sodass hier schon bald eine Wildblumenwiese entsteht. Foto: chi
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Alles ist bereit: Die schmetterlings- und bienenfreundliche Saatmischung wird in den nächsten Tagen in die Erde gebracht, sodass hier schon bald eine Wildblumenwiese entsteht. Foto: chi
DüSHORN - 11. Juni 2019 - 11:00 UHR - VON CHRISTINA HINZE

Bei einem Biotop handelt es sich um einen abgrenzbaren Lebensraum, in dem Pflanzen und (oft seltene) Tiere existieren. Viele Biotope werden aus Umweltschutzgründen errichtet. Auch in Düshorn findet man, wenn man den Kirchgarten an der Straße Wedden betritt, einen Hinweisstein mit der Inschrift “Biotop”, welches 1989 von der Stadt Walsrode für Touristen geschaffen und vom Düshorner Fremdenverkehrsverein gepflegt wurde. Seit der Auflösung des Vereins vor einigen Jahren wurde die Fläche allerdings nicht mehr bewirtschaftet, sodass sich die Natur hier ihren Teil zurückerobert hat.

Einige Bänke luden zum verweilen ein, und auf einer solchen kam einigen Mitgliedern des Düshorner Dorfmuseumsvereins die Idee, aus dieser Landschaft, die durch ihre Monokultur an Gräsern keinen Lebensraum für Bienen bot, eine Wildblumenwiese zu schaffen und so auch etwas für die Nachhaltigkeit zu tun. Klaus Rieckmann, Vorsitzender des Düshorner Dorfmuseumsvereins, erklärte sich sofort bereit, das Vorhaben zu unterstützen und auch die Kirche, Eigentümerin des Geländes, sagte zu, dieses unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Und so begannen im Herbst des vergangenen Jahres er und Sepp Krallinger, Wolfgang Ahrens und Karl-Heinz Bunke mit ihrer Arbeit: Die Wasserläufe wurden freigelegt, um wieder eine Verbindung zu den vorhandenen Teichen herzustellen, Bänke wurden renoviert und gestrichen, ein Insektenhotel wurde gebaut und aufgestellt und auch die Umrandung der Teiche wurde wieder begehbar gemacht, sodass inzwischen dort ein parkähnlicher Zustand herrscht. Mithilfe von Werkzeug und Treckern, die den Arbeitenden von Sepp Krallinger unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden sind, wurden im Frühjahr die alte Grasnabe abgetragen und der Boden gefräst. Dies alles zog sich bis in den Mai hin und die Beteiligten freuen sich, dass ihr Projekt “Wildblumenwiese” nun langsam Form annimmt. Karl-Heinz Bunke berichtet: “Wir haben uns bewusst für eine Mischung aus schmetterlings- und wildbienenfreundlichen Samen aus der hiesigen Region entschieden, die für höchste Artenvielfalt sorgen und mehrjährig blühen soll.” Ein Gartenbauunternehmen wird den Samen demnächst fachmännisch in den Boden einbringen, sodass hier auf rund 4.000 Quadratmetern schon bald ein bunter Blumenteppich hoffentlich viele neue Wiesenbewohner lockt. Auch ein Bienenzaun soll die Anlage dann bereichern.

Dass dies alles auch Geld kostet, liegt auf der Hand. Bisher haben sich erfreulicherweise der Förderverein Tourismus Vogelpark-Region, die Naturschutzstiftung Heidekreis, die Kreissparkasse Walsrode, die Volksbank Lüneburger Heide, die Stadt Walsrode und der Rotary-Club Walsrode mit Spenden an dem Projekt beteiligt. Auch der Düshorner Flohmarktverein hat nach seiner Veranstaltung im August einen Zuschuss in Aussicht gestellt. Karl-Heinz Bunke: “Das Projekt liegt uns sehr am Herzen. Wir möchten damit einen Beitrag zur Erhaltung der Umwelt leisten und freuen uns auch, wenn zum Beispiel der örtliche Kindergarten oder die Grundschule das Gebiet zum Beobachten von Insekten nutzt und wir mit der Wildblumenwiese einen Ort schaffen, in dem die Menschen gerne verweilen.”

Mit einem Sommerfest möchten sich die Ehrenamtlichen bei den anderen Helfern bedanken und das Projekt den Einwohnern vorstellen. Wenn es genug Regen gibt, können sich die Teilnehmer wahrscheinlich schon dann an duftenden bunten Blumen erfreuen, die vielen unterschiedlichen Bienen und Schmetterlingen ein neues Zuhause und Nahrung bieten.

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