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Freiwillige gesucht: Im Gemeindehaus der Bomlitzer Kirche entsteht ein Reparatur-Café

“Wir brauchen Tüftler”

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BOMLITZ - 12. Januar 2020 - 14:14 UHR - VON REDAKTION

Wenn Wecker, Staubsauger, Toaster oder andere Kleingeräte defekt sind, landen sie häufig direkt im Müll. Vielleicht war die Garantie gerade sowieso abgelaufen oder eine Reparatur ist zu teuer - ein neues Gerät muss also her. Helmut Schulze sieht das anders und will den Bewohnern des Heidekreises eine Alternative zur Entsorgung ihrer defekten Geräte anbieten: ein Reparatur-Café. “Wir wollen den Menschen die Möglichkeit geben, ihre defekten technischen Geräte von ehrenamtlichen Helfern reparieren zu lassen, anstatt sie direkt wegzuwerfen” erklärt Schulze.

Das Konzept erfreut sich weltweit bereits großer Beliebtheit: Vor allem in Großstädten herrscht großer Andrang, wenn sich Hobbyhandwerker treffen, um defekte Geräte wieder instand zu setzen. Die Wartezeiten während der Reparaturen werden dabei nicht nur mit Kaffee und Kuchen versüßt, sondern bieten auch die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen oder selbst bei der Reparatur mit anzupacken.

“Damit wollen wir hier vor Ort auch ein Zeichen gegen den steigenden Ressourcenverbrauch setzen”, so der 60-Jährige. Den Wunsch, ein Reparatur-Café in Bomlitz einzurichten, hegt Helmut Schulze schon lange. “Ich habe vor vielen Jahren einmal selbst meine Munddusche repariert”, berichtet er schmunzelnd. Im Internet war er dabei auch darauf aufmerksam geworden, dass das Original-Material seines Produkts minderwertig sei. “Das kann doch nicht wahr sein, dachte ich mir damals”, erinnert er sich. Die selbst reparierte Munddusche funktioniere heute immer noch einwandfrei und ist nur eines von vielen Beispielen dafür, wie leicht defekte Haushaltsgeräte, Spielzeug, Möbel oder Kleidung repariert werden können. Es fehlt allerdings oft am Know-how oder dem passenden Werkzeug.

Im vergangenen Jahr startete Helmut Schulze deshalb bereits einen ersten Anlauf, ein Reparatur-Café ins Leben zu rufen. Damals gab es jedoch zu wenige Rückmeldungen. Inzwischen sei Schulze von verschiedenen Seiten gebeten worden, einen zweiten Versuch zu starten. “Ich denke, die Zeit ist jetzt reif”, meint er. Das Projekt Reparatur-Café stehe und falle nun mit den ehrenamtlichen Reparateuren - die fehlen aktuell noch. “Wir brauchen Tüftler, die etwas Handwerkliches gelernt haben oder einfach gerne reparieren, basteln und sich engagieren möchten”, erklärt Schulze.

Am kommenden Mittwoch, 15. Januar, findet daher ab 16 Uhr ein erstes Treffen im Gemeindehaus, An der Pauluskirche 1, in Bomlitz statt. Jeder, der mithelfen möchte, egal ob als freiwilliger Reparateur, Nähexperte oder Kuchenbäcker, ist dazu eingeladen. “Ich lasse mich einfach überraschen”, meint Schulze, hofft jedoch darauf, dass sich einige Tüftler und Bastler finden, die Lust auf das Projekt haben.

Schulzes Ziel ist es, das Reparatur-Café einmal im Monat anzubieten. Der genaue Zeitpunkt und Umfang des Angebotes stehen derzeit aber noch nicht fest. Interessierte, die beim Treffen am 15. Januar keine Zeit haben, können sich auch direkt an Helmut Schulze wenden, per E-Mail an helmut.schulze59@gmx.de oder unter Telefon (05191) 74254.

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