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Recycling schont die Umwelt und freut die Grünen Damen und Herren des Heidekreis-Klinikums

Wohin mit alten Röntgenbildern?

Nicole Ahrens, Umwelt- und Klimaschutzbeauftragte des HKK an der “Sammeltonne” für alte RöntgenbilderFoto: ©Heidekreis-Klinikum/Marielle Wegener
Nicole Ahrens, Umwelt- und Klimaschutzbeauftragte des HKK an der “Sammeltonne” für alte RöntgenbilderFoto: ©Heidekreis-Klinikum/Marielle Wegener
WALSRODE - 29. Juli 2020 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Auch das Heidekreis-Klinikum (HKK) ist, wie bundesweit alle Krankenhäuser, dazu verpflichtet Röntgenbilder nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist (bis zu 28 Jahre lang) zu entsorgen. Wohin aber damit? “Wir haben diese Bilder schon immer fachgerecht und datenschutzkonform über eine externe Datenentsorgungsfirma entsorgt”, erklärt Nicole Ahrens, Klima- und Umweltbeauftragte im HKK. Könnten die Bilder auch einfach in die “normale” Restmülltonne? “Ja, das wäre grundsätzlich erlaubt”, so Nicole Ahrens. Aber es gebe eine viel bessere Idee, durch die nicht nur der Datenschutz hundertprozentig gewährleistet sei, sondern auch die Umwelt geschont wird: Recycling.

Das Heidekreis-Klinikum ist eines von insgesamt 250 Krankenhäusern in Deutschland, die am KliK Green-Projekt - zu finden im Internet unter www.klik-krankenhaus.de - teilnehmen. “Mehr als vier Prozent der globalen Treibhausgase entstehen im Gesundheitssektor. Das Hauptanliegen des KliK-Projektes ist es, den Ausstoß von CO2 zu verringern”, so Architektin Nicole Ahrens, die in der Abteilung Zentrale Dienste arbeitet und derzeit zur Klimamanagerin qualifiziert wird. Einsparung von Strom und Wärme beziehungsweise Kälte, aber auch nachhaltige Beschaffung von Waren und Vermeidung von Müll seien dabei Themen zur Reduzierung. Laut Ahrens habe das Heidekreis-Klinikum mittlerweile an beiden Standorten LEDs statt “normaler” Leuchtstoffröhren eingesetzt, Zentraldrucker wurden aufgestellt, die unzählige, kleinere Bürodrucker ersetzen.

Beim Recycling von Röntgenaufnahmen würden laut Klima- und Umweltbeauftragter über 90 Prozent der Rohstoffe zurückgewonnen. “Röntgenfilme enthalten einen hohen Silberanteil, den man gut aus der belichteten Folie herauslösen und wiederverwerten kann.” In einer Tonne Filmmaterial sind rund 2,5 Kilogramm Silber enthalten. Neben diesem hohen Silberanteil werden auch verschiedene Kunststoffe und Papieranteile dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt.

Aber nicht nur in Krankenhäusern sind alte Röntgenbilder zu finden. “Mittlerweile bekommen unsere Patienten eine DVD mit ihren Aufnahmen auf Wunsch mit nach Hause.” Früher hingegen habe es das Bild tatsächlich sprichwörtlich in die Hand gegeben. Und oft liegen diese Bilder noch nach Jahren in einer Schreibtischschublade herum, “weil man nicht so recht weiß, wohin damit”, fügt Nicole Ahrens hinzu. Deshalb gibt es im Heidekreis-Klinikum Walsrode nun im Foyer eine Tonne, in die alte Röntgenbilder eingeworfen werden können. Der Erlös aus der Verwertung der Röntgenfilme aus der Sammeltonne unterstützt die ehrenamtliche Tätigkeit der Grünen Damen und Herren im Heidekreis-Klinikum, und die Sortierung des Materials werde von einer Behindertenwerkstatt durchgeführt und fördere so Menschen mit Handicap bei der gesellschaftlichen Teilhabe.

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