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Donnerstag, 15. April, 19.30 Uhr: Online-Veranstaltung mit Vertretern von Landkreis, HKK und Politik zum Bürgerentscheid

WZ bittet zum Live-Talk

Foto: Pixabay
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WALSRODE - 15. April 2021 - 17:50 UHR - VON ROLF HILLMANN

Zwar keine Podiumsdiskussion, dafür aber eine hochkarätig besetzte Gesprächsrunde: Auch ohne die Initiatoren des Bürgerbegehrens lädt die Walsroder Zeitung am kommenden Donnerstag zu einer Live-Veranstaltung ein. Es geht um nichts Geringeres als die Gesundheitsversorgung des Heidekreises in der Zukunft - und um zahlreiche Fragen der Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Landkreis, die noch einmal deutlich und ehrlich beantwortet werden sollen.

Am Donnerstag, 15. April, lädt die Walsroder Zeitung zu einer Online-Veranstaltung zum Bürgerentscheid ein, der drei Tage später, am 18. April, stattfinden wird. Worum es geht, weiß wohl mittlerweile (fast) jeder: Die Standortentscheidung des Kreistags für einen möglichen Neubau des Heidekreis-Klinikums bei Bad Fallingbostel soll nach dem Willen der Initiatoren des Bürgerbegehrens/Bürgerentscheids gekippt werden.

Ursprünglich sollte die WZ-Veranstaltung am 15. April als Podiumsdiskussion in dem bekannten Format vieler ähnlicher Veranstaltungen der vergangenen 15 Jahre stattfinden: Eine Pro- und eine Kontra-Seite sollten sich gegenüber sitzen bzw. stehen; Argumente und Meinungen sollten ausgetauscht werden, Zuhörer - im Onlineformat via Live-Chat - sollten Fragen direkt stellen können. Doch leider kam es anders. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens hatten ihre Teilnahme zwar mit vier Personen längst zugesagt, vor zwei Wochen dann aber aus weiterhin nicht nachvollziehbaren Gründen zurückgezogen. Gleichzeitig wurde bekannt, dass sie bei der Böhme-Zeitung zugesagt hatten, die ein ähnliches Format deutlich nach der WZ zu planen begonnen hatte. Hier also absagen, um dort zuzusagen.

Auch ohne die “Ja”-Sager

Die WZ hat sich nach reiflicher Überlegung entschieden, die bereits organisierte Live-Veranstaltung dennoch stattfinden zu lassen. Das Thema, die Sache, um die es geht, sind zu bedeutsam, als dass eine wichtige Chance nicht genutzt wird, Menschen aus der Region zu informieren. Denn darum geht es: Informationen zu liefern, damit sich Bürgerinnen und Bürger ein Bild machen und ein Urteil bilden können.

An dem Abend des 15. April werden ab 19.30 Uhr auf dem Youtube-Kanal der Walsroder Zeitung sowie auf der Facebook-Seite der WZ Landrat Manfred Ostermann, HKK-Geschäftsführer Dr. Achim Rogge sowie die Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper und Sebastian Zinke zu Gast sein. Die Veranstaltung wird live übertragen und kann von zuhause aus gestreamt werden.

Zur Einführung und zwischendurch werden zuvor produzierte Videos gezeigt - unter anderem von Straßenumfragen in Soltau und Walsrode. Bei der Talkrunde geht es in erster Linie darum, Verunsicherungen zu beseitigen. Immer wieder werden den beruflich Verantwortlichen wie Landrat und HKK-Geschäftsführer, aber auch den Kreistagspolitikern Lügen und Halbwahrheiten unterstellt. Je näher der Abstimmungstermin rückt, umso deutlicher tritt der Hauptvorwurf der Initiatoren des Bürgerbegehrens hervor: Gegen den Nordkreis sei ein Komplott geschmiedet worden, um das Gesamtklinikum “im Süden” zu bauen. Zu den Intriganten dieses Komplotts werden alle namhaften Kreispolitiker aus CDU und SPD aus dem südlichen Heidekreis gezählt - also der Kreistagsvorsitzende Friedrich-Otto Ripke, die beiden Fraktionsvorsitzenden der SPD und CDU, Sebastian Zinke und Torsten Söder, der Aufsichtsratsvorsitzende des Heidekreis-Klinikums und Kreistagsabgeordnete Hermann Norden sowie die Landtags- und Kreistagsabgeordnete Gudrun Pieper. Aber auch der Landrat und der HKK-Geschäftsführer gehören demnach zu diesem “Komplott”.

Lügen und Vorwürfe

Gerne hätte die WZ dazu beigetragen, diese Lügenvorwürfe direkt zwischen denen, die sie erheben, den Initiatoren des Bürgerbegehrens, und denen der Lüge Bezichtigten zu klären. Doch leider kann der unmittelbare Austausch nicht stattfinden, weil die Initiatoren es vorziehen, diese Lügenvorwürfe an anderer Stelle unwidersprochen zu wiederholen - statt sich auf offener Bühne in aller Öffentlichkeit mit den permanent von ihnen Angegriffenen auseinanderzusetzen. Stoff und Aspekte für eine interessante Veranstaltung gibt es dennoch. So soll den Fragen nachgegangen werden, ob ein “Umswitchen” der Planungen von Bad Fallingbostel nach Dorfmark nicht doch noch möglich ist, welche Rolle der “Abgabetermin” Ende September spielt, ob es in Zukunft neue Sondertöpfe für Krankenhausbauten in Niedersachsen geben wird, welche Rolle die Umstrukturierung des Heidekreis-Klinikums vor zehn Jahren bei dem heutigen Konflikt spielt - und vor allem wie die Spaltung des Heidekreises nach dem 18. April überwunden werden kann.

 

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