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Einsatzübung der Feuerwehren: Gasexplosion unterhalb der Autobahnbrücke als angenommene Lage

Zahlreiche Verletzte im Brückenbereich

Aufwendige Rettung: Nach einer Gasexplosion unter der Autobahnbrücke waren die Helfer gefordert - zum Glück nur bei einer entsprechenden Übung. red
Aufwendige Rettung: Nach einer Gasexplosion unter der Autobahnbrücke waren die Helfer gefordert - zum Glück nur bei einer entsprechenden Übung. red
ESSEL - 18. Juni 2019 - 16:28 UHR - VON REDAKTION

Das Heulen der Sirenen und das laute Piepen der Funkmeldeempfänger alarmierten am Freitagabend die Mitglieder der Feuerwehr Essel. Auf der Baustelle an der Autobahnbrücke über die Aller sei ein Baugerüst umgestürzt - so jedenfalls die Nachricht an die Helfer. Bereits auf der Anfahrt erreichte den Einsatzleiter eine weitere Meldung: Anrufer hätten von einer starken Verrauchung und mehreren vermissten Personen berichtet. Dass es nur eine Übung war, war den Helfern bis dato nicht bekannt.

Und so wurde das Szenario weitergesponnen: Ein Mitarbeiter der Baufirma konnte nach Ankunft an der Einsatzstelle das Geschehene näher beschreiben. Durch Schweißarbeiten unterhalb der Autobahn sei es zu einer Gasexplosion gekommen. Im westlichen Baustellenbereich war eine starke Rauchentwicklung festzustellen, und dort wurden mehrere Personen vermisst.

Damit war klar, dass die alarmierten Kräfte nicht ausreichen würden, sodass die Feuerwehren Bothmer, Buchholz und Marklendorf sowie die Feuerwehren Thören und Bannetze aus dem Landkreis Celle und die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) der Johanniter Schwarmstedt nachalarmiert wurden. Was sich für alle Beteiligten zunächst dramatisch anhörte, war glücklicherweise nur eine Einsatzübung, ausgearbeitet von Christian Draeger, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Essel.

Sofort rüsteten sich mehrere Trupps mit Atemschutz aus, um nach den vermissten Personen im Baustellenbereich zu suchen. Auch von einer Schute, die unter der Brücke auf der Aller festgemacht war, mussten Personen gerettet werden. Dabei kam auch das Boot der Feuerwehr Schwarmstedt zum Einsatz. Die Brandbekämpfung wurde parallel zur Menschenrettung eingeleitet. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, wurde Wasser aus der Aller entnommen. Erschwerend für die Einsatzkräfte war, neben den warmen Temperaturen, dass sich im Bereich der Baustelle mehrere Gefahrgutfässer und Gasflaschen befanden. Insgesamt 17 Personen konnten die Einsatzkräfte retten und an die SEG der Johanniter übergeben. Diese hatte mittlerweile eine Verletztensammelstelle hergerichtet, um die Personen zu betreuen.

Ziele der Übung waren die Zusammenarbeit der Feuerwehren auch kreisübergreifend und im Zusammenspiel mit der SEG der Johanniter, der Umgang mit Gefahrstoffen und die Bildung von Einsatzabschnitten. Neben Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs machten sich auch Gemeindebrandmeister Detlef Röhm und dessen Stellvertreter Thilo Scheidler ein Bild von der Übung.

In der anschließenden Nachbesprechung wurde die hervorragende Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen hervorgehoben. Christian Draeger bedankte sich bei den zuständigen Behörden, dass man die Gelegenheit bekommen hatte, den Baustellenbereich als Übungsobjekt zu nutzen, und bei den Feuerwehren Esperke, Mellendorf und Schwarmstedt, die die “verletzen” Personen stellten.

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