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Lehrkräfte besuchen Abfallwirtschaft Heidekreis / Berufsbilder und Mikroben im Mittelpunkt

Zu Gast im “kleinsten Zoo der Welt”

Was macht eigentlich die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft? Darüber informierten sich Pädagogen und Berufsberater mit dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft bei der Abfallwirtschaft Heidekreis. red
Was macht eigentlich die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft? Darüber informierten sich Pädagogen und Berufsberater mit dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft bei der Abfallwirtschaft Heidekreis. red
HILLERN - 18. Juni 2019 - 18:00 UHR - VON REDAKTION

Mehr als 1,2 Tonnen brachten die “Multiplikatoren” aus dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft auf die Lastenwaage der Abfallwirtschaft Heidekreis (AHK), als sie sich zur Betriebserkundung auf der Deponie Hillern trafen. 16 Lehrerinnen und Lehrer sowie Berufsberater der Agentur für Arbeit folgten der Einladung des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft zur Erkundung des Betriebes, um sich über die Ausbildungsmöglichkeiten und -voraussetzungen zu informieren.

Jürgen Dunecke von der Region des Lernens und Leiter des Arbeitskreises begrüßte das große Interesse der Pädagogen: “Für uns Lehrer ist der Einblick hinter die Kulissen der Unternehmen sehr wichtig, denn nur so können wir wichtige Kontakte für unsere Schülerinnen und Schüler knüpfen und uns selbst über die Zusammenhänge in der Wirtschaft informieren”, stellte Dunecke fest, der selbst als Lehrer an den Berufsbildenden Schulen in Walsrode unterrichtet.

Aktuell sind bei der AHK drei Auszubildende eingestellt, einer beginnt seine Ausbildung am 1. August. “Wir würden gerne noch mehr Azubis einstellen, wenn sich geeignete Kandidaten bewerben würden”, betonte AHK-Kundenberater Thomas Heinecke.

Fred Brandt, Leiter der Deponie, führte über das Gelände und zeigte die wichtigen Aufgaben des Betriebes auf, wenn es um die Müllvermeidung und -verwertung geht. “Wir leisten hier unseren Beitrag zum Klimaschutz, indem wir mit unserem technischen Wissen und der modernen Belüftungsanlage bis zu 80 Prozent klimarelevanter Emissionen aus dem Deponiekörper entfernen und schadlos für die Umwelt beseitigen.” Die Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft kümmern sich unter anderem auch um den “kleinsten Zoo der Welt”, wie die Mikroorganismen in den Klärungsbecken genannt werden. “Unsere künftigen Mitarbeiter sollten ein Interesse an technischen Zusammenhängen und Naturwissenschaften mitbringen”, fasste Heinecke die Anforderungen an die Azubis zusammen. Für das Ausbildungsjahr 2020 werden wieder neue Auszubildende gesucht. Die Voraussetzung ist mindestens ein guter Hauptschulabschluss.

Für Renate Peters vom Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen war es eine gelungene Begegnung zwischen Schule und Wirtschaft: “Informationen aus erster Hand und der persönliche Kontakt helfen unseren Betrieben, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.”

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