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Starkes Zeichen von “kleinen Helden” bis zu älteren Spaziergängern und eine engagierte Dorfgemeinschaft sorgen für Unterstützung für Ukraine-Geflüchtete.

Mehr als 400 Teilnehmer strömen zum Düshorner Spendenlauf für die Kinderhilfe Kovel

Großer Andrang: Mit mehr als 400 Laufteilnehmern, Walkern und Spaziergängern stieß der Spendenlauf des SVN Düshorn für die Kinderhilfe Kovel auf eine enorme Resonanz. Fotos: Diethelm Wagner
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Großer Andrang: Mit mehr als 400 Laufteilnehmern, Walkern und Spaziergängern stieß der Spendenlauf des SVN Düshorn für die Kinderhilfe Kovel auf eine enorme Resonanz. Fotos: Diethelm Wagner
DüSHORN - 29. März 2022 - 12:08 UHR - VON THOMAS KüNNING

Es sollte ein starkes Signal werden, für die Hilfe selbst “kleiner “Helden” bis hinauf ins hohe Alter zur Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge und für Hilfstransporte in das vom Krieg erschütterte Land. Doch die Hilfs- und Spendenbereitschaft bei dem kurzfristig organisierten Spendenlauf des SVN Düshorn übertraf sogar die kühnsten Erwartungen aller Beteiligten. 425 Teilnehmer drängten sich am Start auf dem Düshorner Sportgelände, um je nach Leistungsvermögen am Sonntag eine der drei Strecken zwischen zwei und sieben Kilometer zu bewältigen, um neben dem Schweiß auch die erhoffte große Summe an Startgeldern und weiteren Spenden möglichst in Strömen fließen zu lassen. Allein an Startgeldern kamen so nach SVN-Angaben stolze 5700 Euro zusammen, die durch Erlös aus dem Verzehr und Aufstocken durch den SVN Düshorn insgesamt 8200 Euro einbrachten, die der Kinderhilfe Kovel komplett zur Unterstützung der leidenden Menschen in der Ukraine und der Flüchtlinge vor Ort zugutekommen sollen.

Hunderte, die etwas bewegen wollen

“Am Ende ist sogar noch die Sonne rausgekommen”, freute sich der SVN-Vorsitzende Tobias Kunz über die Signalkraft des himmlischen Hoffnungsschimmers, als er gemeinsam mit den engagierten Spendenlauf-Initiatoren Vivien Schöne und Christin Denczyk, Übungsleiterin der Turnabteilung, mit der Sonne um die Wette strahlend den vorläufigen großen Spendenscheck an Michael Haacke, den Vorstand der Kinderhilfe Kovel überreichte. “Bei unseren Planungen hatten wir mit einer kleinen Laufgruppe gerechnet, aber dann war die 100-Teilnehmer-Marke geknackt und auf einmal hat das Ganze noch mehr Fahrt aufgenommen”, freute sich Kunz wie alle Beteiligten riesig über die schon im Vorfeld mitreißende Dynamik der sportlichen Hilfsaktion. Dabei gelang es Initiatorin Christin Denczyk mit ihrem engagierten Helferteam aus der Turnabteilung, für das innerhalb kürzester Zeit erdachte und umgesetzte Hilfsprojekt, Menschen aller Altersklassen buchstäblich auf die Beine zu bringen. Von den Kleinsten, die teilweise noch kaum laufen konnten und der eine oder die andere sogar in der “Karre” geschoben wurde, bis hinein ins hohe Alter waren es Hunderte, die etwas bewegen wollten und sich so je nach Kräften selbst in Bewegung setzten.

“Sport gibt Halt und vereint”

Hauptsache dabei sein und Hauptsache irgendwie mithelfen. “Sport kennt keine Ländergrenzen, Sport gibt Halt und Sport vereint”, lautete das Motto des Spendenlaufs, bei dem Spenden- und Hilfsbereitschaft in unzähligen tiefen Atemzügen mit Leben erfüllt wurde auf den drei je nach Leistungsvermögen wählbaren Strecken von zwei Kilometer rund ums Vereinsheim und die Sportanlage “für kleine Helden” an der Mühlenstraße über die “starke Mitte” (vier Kilometer) bis hin zum “Langen Atem” der etwas geübteren Ausdauersport-Klientel über sieben Kilometer. Wobei die längste Strecke über die Strandbadstraße und das Wasserwerk im Bogen zurück über Düshorner Straße und Fallingbosteler Straße zurück zum Sportgelände führte. Bei bestem “Laufwetter” - trocken und mit sieben Grad nicht zu schweißtreibend - ergoss sich so eine bunte Schar über die drei wählbaren Strecken, von “professionellen” Laufgruppen über die Fußball-Herren der FG Düshorn-Krelingen, die den Lauf gleich zur Vorbereitung auf das Spiel am Nachmittag nutzten, bis hin zu Nordic-Walkern oder einfach Spaziergänger/innen. “Um Zeiten ging es dabei nicht, die sind von uns gar nicht registriert worden”, betonte Tobias Kunz den speziellen Fokus auf das Miteinander - auch wenn ansonsten viel getan wurde, um dem Ganzen einen professionellen, alle anspornenden Rahmen zu geben mit Bannern im Start-Ziel-Bereich, aufgeklebten Startnummern und der neben Teilnehmerurkunden allen Ankömmlingen im Ziel auch noch zugeteilten PET-Trinkflasche mit der viel sagenden Aufschrift “Zielwasser”.

Wasser auf die Mühlen der Hilfsbereitschaft

So sprudelte auch das erhoffte Wasser auf die Mühlen der Hilfsbereitschaft an der Mühlenstraße. SVN-Vorsitzender Tobias Kunz registrierte viele durchweg positive Reaktionen der Teilnehmer zu der Aktion, die neben der SVN-Initiative auch von Sponsoren aus dem Ort und der Umgebung unterstützt wurde. “Wenn es hier um etwas geht, ist wie immer das ganze Dorf dabei”, hob Kunz zudem besonders das Engagement durch die Düshorner Dorfgemeinschaft der Vereine und Verbände hervor - durch die Feuerwehr und den Schützenverein, bei dem sogar der Spielmannszug in kleiner Besetzung mitlief und den Dorfladen, der sich mit um den Kaffee- und Kuchen-Verkauf kümmerte. Auch Michael Haacke als Vorstand der Kinderhilfe Kovel zeigte sich bei der symbolischen Spendenscheck-Übergabe nach dem Laufevent tief beeindruckt von der Hilfsbereitschaft und dem Spendenaufkommen. Von dem Erlös könne er einen weiteren Hilfstransport für Lebensmittel und dringend benötigte weitere Dinge in die Ukraine zusammenstellen.

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