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Alles gesagt

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WALSRODE - 18. März 2021 - 17:33 UHR - VON MäRIT HEUER

Mit der Veröffentlichung des trinovis-Gutachtens - zumindest im Rahmen des Möglichen - hat die Geschäftsführung des Heidekreis-Klinikums ihr letztes Ass ausgespielt. Jedenfalls fragt man sich, was um Himmels Willen denn noch offengelegt, aufgedeckt, transparent gemacht werden soll, wenn das Versprechen aller Beteiligten über absolute Aufrichtigkeit nicht genügt.

Jahrelang wurde um das Gutachten ein Geheimnis gemacht - allerdings nicht von den Verantwortlichen selbst, sondern von denen, die nicht glauben konnten, dass es sich dabei um einen schlichten Analyse-Prozess handelt, an dessen Ende nun einmal ein Ergebnis steht. Wie das zustande kam, kann man sich nun auf 56 eng bedruckten Seiten voll Text und Tabellen anschauen - inklusive der Fall-Simulationen für alle vier Standorte, die es in die Endauswahl geschafft haben. Das Ganze liest sich in etwa so flüssig wie eine Doktorarbeit, aber bitte: Wer mag, kann sich das jetzt geben.

Das Traurige ist, dass sich eiserne “Dorfmark-Verfechter” auch nicht von der begründeten Entscheidung für F4 überzeugen lassen würden, wenn das HKK seine kompletten Interna für jedermann offenlegen würde (was wohl übrigens auch kein anderes Unternehmen täte, kommunale Trägerschaft hin oder her). Die Diskussion hat an vielen Stellen schon längst den Boden der Tatsachen verlassen, und es wird für beide Seiten immer schwieriger, noch neue Argumente aus dem Hut zu zaubern.

Alles ist gesagt, die Karten liegen auf dem Tisch - und die Wählerinnen und Wähler entscheiden, wer den Stich bekommt. Tragisch daran ist nur, dass am Ende alle das Spiel verlieren könnten.

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