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Der Kulturverein TriBuehne präsentiert das Theaterstück “Miss Daisy und ihr Chauffeur” am 24. April.

Menschlich, warm und bewegend

Am Ende entwickelt sich eine respektvolle Sympathie: Miss Daisy (Doris Kunstmann) steigt schließlich doch bei ihrem Chauffeur Hoke Colburn (Ron Williams) ein. Foto: Dietrich Dettmann
Am Ende entwickelt sich eine respektvolle Sympathie: Miss Daisy (Doris Kunstmann) steigt schließlich doch bei ihrem Chauffeur Hoke Colburn (Ron Williams) ein. Foto: Dietrich Dettmann
WALSRODE - 12. März 2022 - 10:00 UHR - VON SILVIA HERRMANN

Der Kulturverein TriBuehne präsentiert am Sonntag, 24. April, ab 20 Uhr das Theaterstück “Miss Daisy und ihr Chauffeur” in der Stadthalle Walsrode. Zu Gast ist das Tournee-Theater Thespiskarren mit prominenter Besetzung: In der Inszenierung des Stücks von Alfred Uhry spielen Doris Kunstmann und Ron Williams die Hauptrollen.

“Der liebe Gott hat einer Zitrone mehr Verstand gegeben als Ihnen …” - Atlanta, Georgia, 1948. Miss Daisy ist eine 72-jährige pensionierte Schullehrerin. Nachdem sie eines Tages mit ihrem Auto einen Unfall verursacht hat, kauft Sohn Boolie ihr einen neuen Wagen und engagiert vorsichtshalber den Schwarzen Hoke Colburn als Chauffeur. Hoke, mit seinen 60 Jahren selbst nicht mehr der Jüngste, ist ein ruhiger, lebenskluger Mann und somit der ideale Gegenpart zur egozentrischen Miss Daisy, die sich hartnäckig weigert, seine Dienste in Anspruch zu nehmen. Mit Ausdauer und unbeeindruckt von mancher unfreundlichen Bemerkung der alten Dame schafft es Hoke schließlich, dass Miss Daisy in den Wagen einsteigt, und allmählich entsteht während der gemeinsamen Ausfahrten zwischen dem ungleichen Paar eine respektvolle Sympathie.

Wichtiger historischer Rahmen

Was zunächst den Charme einer widerspenstigen Zähmung hat, entwickelt sich zu einem Gesellschaftsstück mit Tiefgang und subtilen Ober- und Untertönen, ohne das Spiel von Nähe und Ferne zwischen den beiden Hauptpersonen ganz aufzulösen. Genügend Zündstoff für dauerhafte Spannung liefert schon der reale historische Rahmen, dem die beiden Protagonisten entstammen, Sphären, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Hier die wohlhabende, gebildete jüdische Südstaaten-Lady, dort der Schwarze Angestellte aus der Unterschicht in einer Epoche, in der die Rassentrennung in den USA noch fast selbstverständlich den Alltag der Menschen bestimmte.

Neben der Story ist es auch die Musik, die für Atmosphäre sorgt. Sie lässt eintauchen in die Welt des legendären Deep South der USA. Wie durch ein Brennglas betrachtet geben Miss Daisy und Hoke Colburn den Blick frei auf eine schwierige Epoche, jedoch geschieht das auf eine menschlich warme, bewegende und sehr unterhaltsame Weise.

Wahre Geschichte inspirierte Autor

Der Autor des Stücks, Alfred Uhry, stammt selbst aus Atlanta und arbeitete später vor allem als Musical-Texter für Broadway-Produktionen. Inspiriert zum Stück wurde Uhry von seiner Großmutter Lena Fox und ihrem langjährigen Chauffeur Will Coleman.

Die Theaterkarten gibt es derzeit pandemiebedingt ausschließlich bei TriBuehne, online unter www.kultur-tribuehne.de oder unter 01522/ 9462061.

Wichtig: Für einen schönen und sicheren Theaterabend hat der Kulturverein ein umfangreiches Hygienekonzept ausgearbeitet. Besucherinnen und Besucher informieren sich bitte vor der Veranstaltung auf der Homepage über die tagesaktuelle Hygieneregelung.

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