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Den Worten der Landespolitiker von CDU und SPD müssten nun Taten folgen

Grüne kritisieren Entscheidung zur Betretung des Bohrplatzes

Kein Zutritt für Unbefugte: Vermilion Energy fällt nach der Entscheidung des LBEG offiziell nicht darunter. Archivfoto: Heuer
Kein Zutritt für Unbefugte: Vermilion Energy fällt nach der Entscheidung des LBEG offiziell nicht darunter. Archivfoto: Heuer
DORFMARK - 21. Juli 2020 - 10:00 UHR - VON REDAKTION

Mit deutlichen Worten kritisiert die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen die Entscheidung des Landesamtes LBEG, dass die Betreiberfirma Vermilion gegen den Willen eines Grundeigentümers die Zuwegung zum Bohrplatz nutzen darf. Das Aktionsbündnis gegen Gasbohren in Dorfmark habe damit eine juristische Niederlage erlitten, weil Vorschriften im Bergrecht, wonach “die Gewinnung von Erdgas und dessen Nutzung für die Energieversorgung ein am Gemeinwohl orientiertes Anliegen darstellt” zulasten einer erkennbaren Abwägung mit den Rechtsgütern Leben und körperliche Unversehrtheit der Anwohner erfolgt sei.

Sorge vor Krebserkrankungen

Dieser Handhabung widerspricht die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag entschieden. Eine weitere Bohrung nach Erdgas im Landkreis stehe nicht nur im Widerspruch zum bundespolitischen Ziel des Ausstiegs aus der Nutzung fossiler Energien. Mit dem Gemeinwohl vertrage sich außerdem nicht die Sorge vor jenen Krebserkrankungen, die man im Kreis Rotenburg im Umfeld von Erdgasbohrungen statistisch festgestellt habe und weiterhin feststelle, so der energiepolitsche Sprecher der Grünen, Dietrich Wiedemann. Das Dorfmarker Aktionsbündnis sei gut beraten, seinen Widerstand gegen die Erdgasbohrungen vor Ort fortzusetzen und werde dabei auch weiterhin die volle politische Unterstützung der Fraktion erhalten.

Initiative in Richtung Bundesrat

Enttäuscht zeigt sich die Fraktion indes von der Niedersächsischen Landesregierung und von den örtlichen Landtagspolitikern von SPD und CDU. Es sei mittlerweile viel zu viel Zeit vergangen, ohne dass die Landesregierung so wie versprochen die Initiative in Richtung Bundesrat auf den Weg gebracht habe. Den Worten müssten nun auch schnelle Taten folgen, betonte Wiedemann.

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