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Leerstand in Walsrode dient als Schaufenster der Kunst

Kreative “Tarnung” in der Innenstadt

Außergewöhnliche Walsrode-Bilder: Der Künstler Tobias Felske zeigt seine Interpretationen aktuell in Fensterfronten leerstehender Räumlichkeiten.Foto: Tobias Felske
Außergewöhnliche Walsrode-Bilder: Der Künstler Tobias Felske zeigt seine Interpretationen aktuell in Fensterfronten leerstehender Räumlichkeiten.Foto: Tobias Felske
WALSRODE - 17. Juli 2020 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Seit 2017 beteiligt sich der Förderverein Stadtmarketing aktiv an der Aktion “Heimat shoppen”. Diese wird gemeinsam mit der IHK Lüneburg und lokalen Partnern gestaltet und gefördert. Seitdem wurde der Leerstand im Innenstadtbereich Walsrode immer wieder als Schaufenster für Künstler und Händler genutzt und somit eine Zwischennutzung ermöglicht. Wenn also ein neuer Investor noch auf sich warten lässt, kann so eine kreative und zielgerichtete Raumnutzung ermöglicht werden. Der Leerstand wird mit Fantasie, kulturellen Fertigkeiten, sozialen Netzwerken und regionalen Wirksamkeiten belebt. Durch die ansprechende Gestaltung in den Leerständen wird die öffentliche Sichtbarkeit erhöht, kreative Ideen werden ausprobiert, Visionen gelebt, Vorhaben in die Tat umgesetzt und in interessante Ausstellungsflächen verwandelt.

Vorteil der Zwischennutzung

Mittlerweile ist ein Netzwerk von Kooperationspartnern (Künstler, Gewerbetreibende, Immobilienmakler und Hausverwaltungen) entstanden und dieses wächst stetig an. Durch die gemeinschaftliche Kooperation wird der Zugang und die Vorteile von Zwischennutzung positiv gefördert und das Ziel - befristete Beseitigung von Leerstand im Innenstadtbereich Walsrode - ermöglicht.

Aktuell wurden die Geschäftsräume eines Textil-Discounters an der Moorstraße durch viele Akteure “bunt” bespielt. Ebenso stellt Tobias Felske in seiner ersten Schaufensterausstellung seine Walsroder Bilder vor. Er sagt dazu: “Ich fahre keine klare Linie. Manchmal ist es ein Traum, den ich festhalten möchte, manchmal nur eine Farbe die mich leitet.” Den Wert eines Bildes lernte er demnach von seinem Vater, der ein Album mit “misslungenen” Fotografien besaß. “Ich konnte ihn nie danach fragen, denke aber, das selbst diese Fotografien, eine Erinnerung oder einen besonderen Moment für ihn festhielten und ihm etwas bedeuteten”, erklärt Tobias Felske.

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