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WZ-Auslandstagebuch: Henrieke Baunack verbringt das Weihnachtsfest - ganz unkonventionell - in Las Vegas

Weihnachtsworkout statt Tannenduft

“Christmas in Las Vegas”: Henrieke Baunack erkundet zusammen mit Isaac und seiner Schwester Magdalena die Stadt im Bundesstaat Nevada.Foto: Privat
“Christmas in Las Vegas”: Henrieke Baunack erkundet zusammen mit Isaac und seiner Schwester Magdalena die Stadt im Bundesstaat Nevada.Foto: Privat
WALSRODE - 06. Januar 2020 - 15:44 UHR - VON REDAKTION

Vielleicht kann sich der eine oder andere noch an den ersten Artikel über mich und mein Auslandsvorhaben erinnern. “Familie für Weihnachten gesucht” war die Überschrift. Weihnachten ist ja nun vorbei und was denkt ihr? Bin ich fündig geworden? Ja bin ich tatsächlich, allerdings ist mein Weihnachtsfest ein wenig anders ausgefallen, als ihr es euch nun vielleicht vorstellt.

Aufgenommen wurde ich von einem guten Freund (namens Isaac) und seiner Familie. Seine Eltern, die gebürtig aus Hongkong und Vietnam kommen, sind seit mehr als 30 Jahren in Kalifornien zuhause. Sie wohnen in Laguna Niguel, was im Süden Kaliforniens, quasi auf halber Strecke von Los Angeles nach San Diego liegt. Das war für mich natürlich ziemlich praktisch, da ich die beiden Städte noch auf meiner To-Do-Liste hatte. Nachdem ich also am 16. Dezember mit Isaac Richtung Süden aufgebrochen und vier Tage alleine durch San Diego getingelt bin, trudelte ich am Sonntagabend pünktlich zum Abendessen wieder in Laguna Niguel ein. Beim Dinner sollte dann nicht nur fantastisches Essen, sondern auch eine Überraschung auf mich warten. Isaacs Eltern hatten ein Hotelzimmer in Las Vegas für uns alle gebucht. Da sie kein traditionelles Weihnachten feiern, es keinen Weihnachtsbaum oder Geschenke geben sollte und die Geschäfte am 25. Dezember logischerweise alle geschlossen haben, klang der Ausweg in das “niemals” schlafende Stadt Las Vegas sehr verlockend. Außerdem könnte ich damit eine weitere Stadt und ebenfalls einen weiteren Bundesstaat auf meiner To-Do-Liste abhaken. Nachdem Isaac und ich eine Nacht darüber geschlafen haben, wir zum Entschluss gekommen waren, dass wir beide nicht wüssten, was wir hier die ganze Zeit alleine machen sollten, stand der Entschluss fest: “Christmas in Las Vegas”. An Heiligabend ging es erst noch einmal mit versammelter Mannschaft zum Crossfit. Isaac und seine Familie teilen praktischerweise meine Liebe zum Crossfit, weshalb wir am Morgen vom Christmas Eve erst einmal alle zusammen bei “12 days of Christmas” (Weihnachtsworkout) geschwitzt haben. Danach ging es geschwind nach Hause, es wurden die Sachen gepackt und Essen vorbereitet, während ich noch schnell mit meiner Familie in Deutschland telefoniert habe. Mit Sack und Pack haben wir uns dann auf den Weg gemacht und kamen vier Stunden später im Palazzo in Vegas an. Überwältigt vom Las Vegas Strip mit all den atemberaubenden Hotels und der Tatsache, dass wir in einem dieser für zwei Nächte wohnen werden, ging es dann erst einmal zum Abendessen. Zusammenfassend war mein Weihnachtsfest in erster Linie von gutem Essen, ein paar touristischen Momenten und Sport geprägt. Dennoch war Las Vegas weniger spannend, als ich es mir vorgestellt habe. Ich bin glücklich, mal dort gewesen zu sein, aber freue mich noch mehr, wenn ich das kommende Weihnachtsfest wieder mit meiner Familie unter einem schön geschmückten Weihnachtsbaum verbringen kann.

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