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Fußball-Bezirksligist startet Spendenlauf bis Ende Januar für Onkologischen Arbeitskreis und eigene Jugend-Abteilung

Corona-Fitness: Belohnen ist besser als bestrafen

In der Gruppe ist das Training nicht nur bei Fußball-Bezirksligist Germania Waslrode zurzeit verboten. Deshalb sollen die Kicker nun alleine laufen gehen. Archivfoto: SGW
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In der Gruppe ist das Training nicht nur bei Fußball-Bezirksligist Germania Waslrode zurzeit verboten. Deshalb sollen die Kicker nun alleine laufen gehen. Archivfoto: SGW
WALSRODE - 01. Dezember 2020 - 15:26 UHR - VON HEIKO OETJEN

Um die körperliche Fitness seiner Spieler zu erhalten, hatte Markus Wolkenhauer, Trainer von Germania Walsrode, die Idee, einen Spendenlauf zu organisieren. Bis Ende Januar spulen die Bezirksliga-Kicker sowie das Trainerteam nun ihre Kilometer ab und Sponsoren unterstützen die Aktion.

Manche haben sie beim Schlafen, einige beim Holzhacken, beim Kochen und wieder andere bekommen sie sogar auf dem Klo: Gute Ideen. Markus Wolkenhauer, seines Zeichens Trainer der Bezirksliga-Fußballer von Germania Walsrode, hatte seine jüngste gute Idee, als er von seinem Wohnort Düshorn aus auf seine Jogging-Tour ging. “Wieso nicht das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden?”, dachte er sich. Und: “Belohnen ist allemal besser als bestrafen.” So war es nur noch ein kleiner Schritt bis zum ersten Spendenlauf der I. Herren von Germania Walsrode.

Bis zum 31. Januar 2021 zählt es

Die Kicker der SGW möchten die Corona-Zwangspause dazu nutzen, für den Onkologischen Arbeitskreis Walsrode und für die Jugendarbeit im eigenen Verein einen Spendenlauf zu starten. Alle Spieler der I. Herren sowie ihre Betreuer und das gesamte Trainerteam werden in der Zeit vom 1. Dezember bis zum 31. Januar 2021 möglichst viel laufen. “Der Plan ist, dass für jeden gelaufenen Kilometer mindestens zehn Cent von Sponsoren gespendet werden”, berichtet Markus Wolkenhauer und freut sich sehr über die Reaktion seiner Schützlinge, “wir haben diese Idee den Spielern vorgestellt und alle waren sofort Feuer und Flamme für diese Aktion.”

Trainer-Team läuft mit

Denn aufgrund der starken Sport-Beschränkungen während der Pandemie ist ein Spiel- und Trainingsbetrieb bekanntlich untersagt. “Natürlich müssen sich die Spieler deshalb einzeln fit halten und regelmäßig laufen gehen”, betont der Coach, “es gibt entsprechende Pläne, die sie einhalten müssen.” Letztlich können Wolkenhauer und sein Trainerteam mit Carsten Meyer, Gerrit Strehl, Jens Ludwig und Gregor Völker aber natürlich nicht jeden einzelnen Spieler dabei kontrollieren. “Wir setzen auf die Eigenverantwortung und möchten die Spieler ermuntern, sich zu engagieren”, erläutert der Trainer, “und durch den Spendenlauf trägt jeder Kilometer etwas zu einem hoffentlich guten Gesamtergebnis bei, das der eigenen Jugendabteilung und dem Onkologischen Arbeitskreis zugutekommt.”

So haben die Germanen bereits zehn Sponsoren gefunden, die die gute Sache unterstützen. “Das geht ab zehn Cent los. Es darf aber auch gerne mehr gegeben werden”, erläutert Markus Wolkenhauer, “um möglichst viele Spendengelder zusammen zu bekommen, benötigen wir natürlich auch viele Sponsoren. Also können sich gerne noch weitere Geldgeber melden, die die beiden Adressaten der Gesamtspende unterstützen möchten.”

Zirka 2600 Kilometer geplant

Damit etwaige Sponsoren ungefähr wissen, was auf sie zukommt, hat der Coach folgende Rechnung aufgemacht: “Erfahrungswerte gibt es noch nicht. Aber wir gehen von zehn Kilometer pro Teilnehmer in jeder Woche aus. Das macht zirka 260 Kilometer. In zehn Wochen kommen also zirka 2600 Kilometer zusammen, was bei zehn Cent 260 Euro macht. Wenn ein Sponsor zum Beispiel 20 Cent geben möchte, sind es 520 Euro.” Die Laufstrecken werden übrigens per Handy-App überprüft und gespeichert.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass ein Sponsor vorher festlegt, welche Höchstsumme er spenden möchte, wenn eine bestimmte Kilometerzahl geschafft wurde. “Es gibt Kandidaten wie zum Beispiel Christian Strehl oder auch mich selbst, die sicher mehr als nur zehn Kilometer pro Woche laufen werden”, weiß Wolkenhauer, “andere, wie der verletzte Marek Thom, der zurzeit nur gehen kann, werden das nicht schaffen. Aber er macht in jedem Fall auch mit. Auch er möchte sich die positive Belohnung und Bestätigung sichern.”

Weitere Sponsoren gesucht

Wer diese Spendenaktion unterstützen möchte, kann sich bei Markus Wolkenhauer melden. 0171/ 4764855 oder via E-Mail: markus.wolkenhauer@kabelmail.de. Natürlich können auch alle Vorstandsmitglieder von Germania Walsrode angesprochen werden.

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