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Kreisverband erwägt Modellversuch vom internationalen Trainerkongress

Mit “FUNiño” neue Wege im Jugendfußball erschließen

Kleinere Teams und vier Tore: Mit diesem neuen Spielmodell soll die Spielintelligenz gefördert werden. red (2)
Kleinere Teams und vier Tore: Mit diesem neuen Spielmodell soll die Spielintelligenz gefördert werden. red (2)
DORFMARK - 18. August 2018 - 11:00 UHR - VON REDAKTION

Auf der Arbeitstagung des Kreis-Jugendausschusses des NFV-Heidekreises stellte der stellvertretende NFV-Kreisvorsitzende Daniel Wächtler den Vereinsdelegierten ein neues Spiel-Modell für Wettkampf und Übungseinheiten “4.0”, auch “FUNiño” genannt, vor. Mitgebracht hatte er das Modell vom 61. Internationalen Trainer-Kongress (ITK) des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) aus Dresden. Dieses auf die Kids bis zum Alter von etwa zehn Jahren zugeschnittene neue System wurde dort von Professor Dr. Matthias Lochmann dem Fachpublikum vorgestellt.

FUNiño wird mit drei gegen drei Spielern auf vier Tore ohne Torwart gespielt. Ein Team besteht aus vier oder fünf Spielern. Ein Tor kann nur in der gegnerischen Schusszone erzielt werden. Nach jedem Tor müssen beide Mannschaften ihren vierten Spieler obligatorisch einwechseln. Es gibt keinen Schiedsrichter, die Spieler sind aufgefordert, das Spiel alleine zu spielen. Die Trainer unterstützen die jungen Spieler dabei. Sollte eine der beiden Mannschaften mit drei Toren (oder höher) führen, dann kann die verlierende Mannschaft ihren Auswechselspieler einwechseln und mit Überzahl spielen, solange ein Mindestvorsprung von drei Toren besteht.

“Die alte Spielweise mit unserem bisherigen Spielsystem benachteiligte immer die etwas schwächeren Spieler mit wenigen Spielzeiten, aber genau genommen muss es genau andersrum laufen”, erklärte Wächtler den anwesenden Jugendleiterinnen und Trainern die Vorteile. Es werde keine feste Position auf dem Spielfeld eintrainiert und man könne bereits mit drei Kindern eine Mannschaft zum Spielbetrieb melden. Das Spiel werde nicht mehr von langen Abschlägen geprägt, die zwei Tore jeweils auf der gegnerischen Endlinie zwingen die jungen Spieler dazu, Fußball zuerst mit dem Kopf und erst dann mit ihren Füßen zu spielen. Sie lernen das Spiel in allen Situationen zu lesen und zu analysieren, denn es ist immer wichtig zu wissen, welches der beiden Tore gerade weniger verteidigt und deshalb angegriffen werden muss. Jeder Spieler nimmt sowohl körperlich als auch geistig im Angriff und in der Abwehr teil. Ihre Bemühungen werden in der Regel viel häufiger mit einem Tor belohnt als in den traditionellen Spielen. FUNiño ist ein relativ einfaches Spiel, das weniger komplexe Spielsituationen hat als Fußball fünf gegen fünf oder sieben gegen sieben. Die Größe des Spielfeldes (30m x 25m) erlaubt es den Spielern mit dem leichteren Ball, jeden ihrer Mitspieler überall auf dem Spielfeld zu erreichen. Dadurch haben alle Spieler mehr Ballkontakte und verbessern ihre technischen, taktischen, körperlichen und geistigen Fähigkeiten

Kreis-Jugend-Obmann Rainer Breitzke und sein Stab erwägen, dieses Spielsystem im Frühjahr 2019 im Heidekreis auszuprobieren, sollte die Bereitschaft aus den Vereinen dieses signalisieren. “Hannover 96 würde uns bei den ersten Unternehmungen mit ihrem Know-How unterstützen”, stellt Daniel Wächtler in Aussicht.

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