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Leichtathletin Annette Funck, die Fußball-Herrenmannschaft der SG Nordheide und Rhönrad-Turner Jakob Kremer landeten bei der WZ-Wahl zum Sportler des Jahres 2018 auf den ersten drei Plätzen. Sie genossen die Ehrung bei der Sport-Gala in Krelingen und blicken zuversichtlich auf das Sportjahr 2019.

Eine emotionale Medaillen-Verleihung

Große Freude über den ersten Platz herrschte bei Annette Funck vom TV Jahn Walsrode.
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Große Freude über den ersten Platz herrschte bei Annette Funck vom TV Jahn Walsrode.
KRELINGEN - 08. Februar 2019 - 20:00 UHR - VON REDAKTION

“Ich war so gerührt, dass ich Tränen in den Augen hatte”, sagte Annette Funck nach der Sportlerehrung, die am vergangenen Wochenende im Rahmen der 29. Sport-Gala in der Heinrich-Kemmner-Halle in Krelingen stattgefunden hat. Sie wurde von den Leserinnen und Lesern der Walsroder Zeitung sowie einer Fachjury auf Platz eins der besten Sportler des Jahres gewählt. “Ich habe einfach nochmal so richtig realisiert, was ich in dem vergangenen Jahr erreicht habe.”

Ein nicht grade leichtes Ziel hatte sich das Leichtathletik-Ass gesteckt: Den Weltmeistertitel im Hürden-Lauf. 2018 sei für sie ein grandioses Jahr gewesen - sportlich und gesundheitlich. “Mich haben keine Krankheiten im Training zurückgeworfen - auch das hatte es vorher schon gegeben. Das war einfach ein grandioses Jahr und ich bin froh, dass alles so gelaufen ist.” Der Druck, der im vergangenen Jahr auf den Schultern der 41-Jährigen gelastet habe, sei recht groß gewesen. Zwar habe sie sich dieses Ziel allein gesetzt, dennoch wollte sie es unbedingt erreichen, verrät Annette Funck.

Bei den Leichtathletik-Senioren-Europameisterschaften im März in Madrid holte die Walsroderin zunächst den Sieg über 60-Meter-Hürden. Im September gelang ihr dann in Málaga ihr bisher größter Erfolg: Der Weltmeistertitel über 80-Meter-Hürden. Dabei stellte sie in ihrer Altersklasse außerdem noch einen neuen Zeitrekord auf. Rund vier Monate später gab es für Annette Funck bei der Sport-Gala die nächste bedeutende Auszeichnung. “Als ich vor diesem silbernen Vorhang stand, fiel die ganze Spannung von mir ab und ich habe mir noch einmal richtig vor Augen führen können, was ich da eigentlich geschafft habe.”

Die WZ-Leser hatten das schon in den vergangenen Monaten getan und die Leistungen der Leichtathletin mit ihren zahlreichen Stimmen gewürdigt. “Es ist für mich eine riesengroße Ehre, dass so viele Menschen für mich gestimmt haben”, sagte Funck. Sie habe schon viele Auszeichnungen erhalten, aber diese sei für sie absolut besonders gewesen. Nun könne sie ganz entspannt in das sportliche Jahr 2019 starten, in dem unter anderem die Senioren-Hallen-Weltmeisterschaften mit Winterwurf in Torun (Polen) im März anstehen.

Auch die Fußballer der I. Herrenmannschaft der SG Nordheide haben ein bewegtes Jahr hinter sich - vor allem sportlich aber auch gekennzeichnet durch Unfalltod ihres Team-Kameraden und Freundes Ruben Scheele. Ihre besonderen Leistungen und schließlich der Aufstieg in die Bezirksliga sorgten dafür, dass die 19 Spieler samt Coach Peter Powels und Co-Trainer Florian Schweppe-Evers am Sonnabend die silberne Medaille entgegennehmen durften. Der Ehrgeiz der Truppe und ihr Wille auf dem Platz begeisterten die WZ-Leser so sehr, dass sie die Mannschaft erstmals in die Top drei der “Sportler des Jahres” wählten. “Diese Auszeichnung bedeutet uns sehr viel”, sagte Powels nach der Verleihung. Die Mannschaft habe für den Verein und für den Heidekreis etwas ganz besonderes erreicht und fühle sich von der Wertschätzung der Leser in ihrer sportlichen Marschrichtung bestätigt.

“Wir sind eine große Familie und der Zusammenhalt bei uns war schon immer top”, so der Fußball-Trainer. Durch das traurige Ereignis, das den Anfang des Jahres überschattet hat, sei die Mannschaft nun nur noch mehr zusammengerückt. “Wir lassen uns von unserem spielerischen Weg nicht abbringen und gehen den Weg weiter, den auch Ruben mit uns gegangen wäre.” Auf der Bühne des Showdomes in Krelingen zeigte das Team diesen Zusammenhalt deutlich, indem das Trikot mit der Nummer Elf, das bisher Scheele trug, bei der Verleihung hochgehalten wurde..

In diesem Jahr wolle sich die Mannschaft “achtbar aus der Affäre ziehen”, so Peter Powels, “wir spielen mit genauso viel Ehrgeiz und Freude weiter wie bisher, um Punkte zu sammeln.”

Jakob Kremer schloss sich am Sonnabend der Riege der Medaillengewinner auf dem dritten Platz an. Bereits vor zwei Jahren war der Rhönradturner auf den vorderen Plätzen mit dabei, aber in diesem Jahr war die Verleihung für ihn noch bedeutender. “Es war ein unglaubliches Gefühl da vorne zu stehen”, sagte Kremer. Er habe sich, seitdem er mit dem Rhönradturnen begonnen hatte, den Weltmeistertitel zum Ziel gesetzt. In der Schweiz konnte er im vergangenen Jahr dieses Ziel erreichen. Die Rhönrad-Weltmeisterschaft sei für ihn besonders aufregend gewesen, da er vor Ort viel Freizeit hatte und die Berge vom Stützpunkt aus sehen konnte.

In diesem Jahr steht für den Walsroder, der beim SV Kirchweyhe trainiert, einiges an: Bei der Deutschen Meisterschaft möchte er auf den vorderen Plätzen landen, um sich schon jetzt den Weg zu ebnen für die Weltmeisterschaft im Jahr 2020, die in New York ausgetragen wird. “Ich will jetzt wieder mit Ehrgeiz loslegen und sportlich so weitermachen wie bisher”, sagte der junge Turner selbstsicher.

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