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Mehr als 250 Kinder in drei Jahren geschult / “Weglaufen und Hilfe holen beste Verteidigung”

Bomlitzer Projekt “Kampfzwerg” wird ausgeweitet

Marcel Borchert (links), Anneke Carstens und Maren Carstens (rechts) aus der Taekwondo-Abteilung der SG Bomlitz-Lönsheide unterstützen Kinder in ihrer Entwicklung zu selbstbewussten Bürgern. red
Marcel Borchert (links), Anneke Carstens und Maren Carstens (rechts) aus der Taekwondo-Abteilung der SG Bomlitz-Lönsheide unterstützen Kinder in ihrer Entwicklung zu selbstbewussten Bürgern. red
BOMLITZ - 16. Oktober 2018 - 20:00 UHR - VON REDAKTION

Das dritte Jahr in Folge setzten sich die Trainer der Taekwondo-Abteilung der SG Bomlitz-Lönsheide ehrenamtlich dafür ein, ihr Konzept “Projekt Kampfzwerg” Kindern und Jugendlichen näher zu bringen. Dem selbstbestimmten und selbstbewussten Kind wird in unserer Gesellschaft mittlerweile große Bedeutung zugeschrieben. Das Interesse ist groß und die Programminhalte lassen sich gut in die pädagogischen Lehrpläne der Kindergärten und Schulen integrieren.

Zeitgleich melden sich auch immer mehr Trainer in vor allem jungen Jahren freiwillig, um dabei aktiv unterstützen zu können; sie selbst haben die positive Entwicklung durch die Philosophie des Sports Taekwondo erlebt und wollen diese nun weitergeben.

Neben dem Kindergarten in Bomlitz (und anderen Orten), diversen Ferienprogrammen für Bad Fallingbostel und Visselhövede und dem Herbstferiencamp der SG Bomlitz ist für 2019 schon eine Erweiterung in Richtung Walsrode geplant. Kindern zwischen fünf und 15 Jahren wird dabei der koreanische Kampfsport nähergebracht. So soll Konzentration und Koordination, Ausdauer und allgemeine Fitness unter dem Respekt-Gedanken gefördert werden.

Einfache Verteidigungsmuster und -strategien werden ebenfalls erlernt: Dabei geht es aber mehr um Selbstbehauptung der Kinder als um wirkliche Selbstverteidigung. Denn Kinder können noch so viele Stunden im Bereich der Selbstverteidigung absolviert haben, körperlich werden sie nur schwer eine reelle Chance gegen einen oder gar mehrere Erwachsene Angreifer haben. “Eine Vermittlung dieser falschen Überlegenheit ist daher eher noch fatal”, argumentiert Initiator des Projekts Marcel Borchert. Generell gilt jedoch, dass Weglaufen und Hilfe holen immer noch die beste Verteidigung ist - auch das wird im Programm verdeutlicht.

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