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Von Dorfladen bis Verkaufsautomat: Regisseurin Antje Hubert kommt am 21. Mai zum Filmgespräch nach Walsrode.

Was braucht man für ein gutes Leben?

Verloren gegangene Traditionen: Der Film blickt unter anderem auch in Dorfläden. Foto: imFilm Agentur + Verleih
Verloren gegangene Traditionen: Der Film blickt unter anderem auch in Dorfläden. Foto: imFilm Agentur + Verleih
WALSRODE - 18. Mai 2022 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

“Was brauchen wir für ein gutes Leben?” Nicht viel, meint ein Dorfladenbesitzer aus Dithmarschen. Etwas zum Essen, zum Trinken und die Freiheit, sich Zeit zu nehmen für das, was man gerade tut. Zusammen mit seiner Frau hat er einen Dorfladen aufgemacht - ein 40 Quadratmeter großes, lebensfrohes Universum aus regionalem Gemüse, sorgfältig arrangierten Regalen, Klönschnack und Zusammenhalt. Und eine Insel in einem Meer aus Discountern, die die kleinen Läden auf dem Land schon lange verdrängt haben. In ihrem Dokumentarfilm “Alles, was man braucht” geht Regisseurin Antje Hubert bei einer Reise übers Land der Frage nach, was und wie viel wir für ein gutes Leben brauchen - darüber möchte sie mit dem Kinopublikum diskutieren, und kommt nach Walsrode: am Sonnabend, 21. Mai, 20 Uhr, ist sie zu Gast im Capitol-Theater.

Zwei Jahre lang reiste Antje Hubert mit ihrem Team durch norddeutsche Dörfer und erzählen nun im Film von Menschen, die im Vakuum fast verloren gegangener Traditionen etwas Neues wagen: Eine ehemalige Verkaufsstellenleiterin rettet ihren alten Konsum durch die Zeit, ein weit gereister Koch wird Leiter eines kleinen Lebensmittelmarktes, eine Höfe-Gemeinschaft mit Bioladen sucht auf einer alten LPG nach Lösungen für eine nachhaltige und gerechte Welt, ein Bürgermeister baut an einer viel befahrenen Bundesstraße einen Verkaufsautomaten und ein Supermarktbesitzer übernimmt die aufwendige Versorgung der Halligleute im Wattenmeer. Selbst als die Corona-Pandemie das gewohnte Leben zum Erliegen bringt, schaffen sie es, das Wesentliche ihrer Arbeit zu erhalten: die Wertschätzung der Dinge und die gelebte Zuwendung zu anderen Menschen.

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