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BBS in EU-Programm aufgenommen: Schule verteilt an Gäste vorab Food-Tasting-Pakete mit internationalen Spezialitäten

“Erasmus+”: Digitale Feier mit analogen Häppchen

“Wir lernen ein Leben lang. Dazu rückt immer mehr auch der Erwerb internationaler beruflicher Handlungskompetenz in den Blickpunkt”, bekräftigt Schulleiter André Kwiatkowski die Ausrichtung der BBS Walsrode. Foto: Pixabay
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“Wir lernen ein Leben lang. Dazu rückt immer mehr auch der Erwerb internationaler beruflicher Handlungskompetenz in den Blickpunkt”, bekräftigt Schulleiter André Kwiatkowski die Ausrichtung der BBS Walsrode. Foto: Pixabay
WALSRODE - 03. Juli 2021 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Vor Corona waren Empfänge nach einem immer wiederkehrenden Ablauf geplant, auf Redebeiträge und Glückwünsche folgte ein gutes Essen mit Smalltalk. Heute bestimmen Videokonferenzen den Alltag, und was dabei fehlt, ist häufig gerade der Wegfall der “zwischenmenschlichen Gespräche” bei einem guten Essen. Doch genau das sollte es geben bei der Feier der Aufnahme der BBS Walsrode ins “Erasmus+”-Programm.

An den Berufsbildenden Schulen Walsrode wollte man auf das Essen nicht verzichten. Der Clou: Die BBS erzeugte die feierliche Stimmung zu Hause bei den Teilnehmern - mit einem Food-Tasting-Paket, das jedem nach Hause geliefert wurde. Ein digitaler Empfang mit guten Essen in den eigenen vier Wänden.

Viel Organisation und ein “spannendes Format”

Unter der Leitung von Fachlehrer Roland Ehlers (Bäckermeister) und Henrik von Hörsten (Küche) stellten Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege und der Sprachintegrationsklasse dafür Spezialitäten aus den besuchten Partnerländern der BBS Walsrode her. “Die Schwierigkeit bestand darin, etwas Landestypisches herzustellen, das auch ungekühlt und unbeschadet den Transportweg übersteht”, blickten die beiden Fachlehrer auf die Planungen zurück. Am Ende entstand aber ein Paket, das bei den Beteiligten für große Begeisterung sorgte. Abgerundet mit der Moderation der Schüler Steven Metler, Hasham Abugahagah und Zilan Ugran stellte der Abend ein spannendes Format da, das den Vertretern aus Politik und Wirtschaft vor Ort sowie Vertretern aus dem Landtag und dem EU-Parlament, Katrin Langensiepen, neue Eindrücke zu Speisen aus anderen Ländern vermittelte.

“Am Ende gab es 92 von 100 Punkten”

Mit der Aufnahme in das EU-Programm, das Einzelpersonen und Organisationen Unterstützung bietet, stehen der BBS Walsrode in den nächsten Jahren viele Möglichkeiten der internationalen Mobilität zur Verfügung. “Erfahrungen im Ausland während einer Schul- und Berufsausbildung bieten Schülerinnen und Schülern interessante Einblicke in Arbeitsweisen und Kulturen anderer Länder”, erklärt BBS-Schulleiter André Kwiatkowski.

Das Bewertungsgremium aus der EU hob besonders die strategischen Ziele und Visionen in der Bewerbung der BBS Walsrode hervor. “Am Ende gab es 92 von 100 Punkten. In der Schule wäre das eine Eins”, freute sich Henryk Lippert, einer der Lehrkräfte aus dem Team Internationalisierung und Leiter des Bereiches. Hinter den Kulissen laufen schon viele Gespräche mit Schulen in EU, um nun weitere Mobilitätsangebote zu entwickeln.

Erwerb internationaler beruflicher Handlungskompetenz rückt in den Blickpunkt

Maßgebend für den Erfolg eines Mobilitätsangebotes sind neben der Berufsschule aber auch engagierte Partner, Betriebe und Einrichtungen. Erst mit ihrer Unterstützung ermöglichen sie jungen Nachwuchskräften sowie Schülerinnen und Schülern eine Horizont- und Kompetenzerweiterung im Schul- und Berufsleben. “Wir lernen ein Leben lang. Dazu rückt immer mehr auch der Erwerb internationaler beruflicher Handlungskompetenz in den Blickpunkt”, bekräftigt Schulleiter André Kwiatkowski die Ausrichtung der BBS Walsrode. “Nebenbei werden durch den Kontakt mit anderen Kulturen auch Toleranz und Weltoffenheit etabliert und Vorurteile abgebaut.”

Die kulinarische Bandbreite symbolisierte das alles bestens: Es gab Puddingtörtchen aus Portugal, Kekse aus Spanien, Mandelgebäck aus Italien, Weizenbrot mit Kräutern der Provence aus Frankreich und englische Scones, zu denen Frischkäse und Erdbeerkonfitüre gereicht wird. Lettland rundete den Bogen ab mit Rupjemaize - süßsaures Roggenvollkornbrot mit Hanfsamenbutter.

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